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| Was ist ein Impressum für die Webseite
Wer im Netz Fotos zeigt, wird irgendwann gefragt, wer eigentlich dahintersteht: von jemandem, der ein Motiv nutzen möchte, von einer Person, die sich auf einem Bild wiedererkennt, oder vom Anwalt eines Fotografen. Die Antwort steht im Impressum für die Webseite, der Anbieterkennzeichnung mit Name, Anschrift und Kontaktweg. Seit Mai 2024 regelt das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) diese Pflicht. Es hat die frühere Vorschrift aus dem Telemediengesetz fast wortgleich übernommen. Für Betreiber einer eigenen Bildergalerie ist selten die Liste der Angaben das Problem. Schwieriger sind zwei andere Fragen: Fällt meine Seite überhaupt unter die Pflicht, und wie kommt der Link auf jede einzelne Galerieseite? Beides klärt dieser Beitrag. Er beschreibt die Rechtslage allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Geschäftsmäßig oder privat: wer ein Impressum für die Webseite brauchtDas DDG richtet sich an Anbieter „geschäftsmäßiger, in der Regel gegen Entgelt angebotener“ digitaler Dienste. Geschäftsmäßig heißt dabei nicht, dass Sie mit der Galerie Geld verdienen müssen. Es genügt ein auf Dauer angelegtes Angebot, das in irgendeiner Form wirtschaftlich wirkt. Der Hochzeitsfotograf, der seine Arbeiten zeigt und darunter eine Preisliste verlinkt, ist eindeutig erfasst. Der Hobbyfotograf, der neben seinen Landschaftsbildern drei Werbebanner oder Partnerlinks zu Objektiven einbaut, nach überwiegender Auffassung ebenfalls, auch wenn im Monat nur ein paar Euro zusammenkommen. Vereinzelt wird das bei sehr kleinen Einnahmen anders gesehen. Darauf verlassen sollten Sie sich nicht. Daneben gibt es eine zweite Vorschrift, die viele übersehen. Nach § 18 des Medienstaatsvertrags müssen auch Seiten ohne jeden geschäftlichen Hintergrund Namen und Anschrift nennen, sobald sie nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen. Eine frei zugängliche Galerie mit Reisefotos und kleinen Berichten zu jeder Tour, die sich an jeden Interessierten richtet, fällt schnell darunter. Ein Familienalbum, das nur Verwandte mit einem Passwort öffnen können, dagegen nicht. Typische Galerien lassen sich damit so einordnen:
Die Grenze zwischen den beiden letzten Fällen ist der Zugang. Sobald Suchmaschinen die Fotos finden und jeder Fremde sie ansehen kann, ist das Argument „nur für die Familie“ schwer zu halten. Das Diagramm fasst die Einordnung in zwei Fragen zusammen und spielt die fünf Galerien nacheinander durch. Beide Ergebnisse mit Pflicht führen zum selben nächsten Schritt: Der Link muss von jeder einzelnen Galerieseite aus erreichbar sein, auch von einer Kategorieseite wie tpl/bildergalerie.html auf jede Galerieseite.Was im Impressum für die Webseite stehen mussWelche Angaben verlangt werden, hängt davon ab, wer die Galerie betreibt. Die Tabelle nennt die Pflichtfelder nach § 5 DDG, jeweils mit dem Fall, in dem sie greifen, und einem Beispiel aus der Praxis:
Beim Kontakt reicht eine E-Mail-Adresse allein nicht ganz. Der Europäische Gerichtshof hat 2008 entschieden, dass daneben ein zweiter schneller Kommunikationsweg angeboten werden muss. Eine Telefonnummer ist dafür nicht zwingend, ein Kontaktformular kann genügen. Wer Berichte, Reportagen oder regelmäßig kommentierte Fotostrecken veröffentlicht, also journalistisch-redaktionell arbeitet, nennt nach § 18 Absatz 2 Medienstaatsvertrag zusätzlich einen Verantwortlichen für diese Inhalte mit Namen und Anschrift. Muster: Impressum für die Webseite einer Hobbygalerie und eines VereinsDie beiden Vorlagen decken die häufigsten Galerie-Fälle ab. Ersetzen Sie die Beispieldaten durch Ihre eigenen und lassen Sie Zeilen weg, die auf Sie nicht zutreffen. Für einen ungewöhnlichen Einzelfall ersetzen sie keine Beratung. Öffentliche HobbygalerieFür Reisefotos ohne Werbung genügen Name und Anschrift nach dem Medienstaatsvertrag. Die E-Mail-Adresse ist dort nicht vorgeschrieben, erspart Ihnen aber Briefe an die Hausadresse: Impressum Kommen Werbebanner oder Partnerlinks hinzu, wird daraus ein Impressum nach § 5 DDG. Ändern Sie dann die zweite Zeile in „Angaben gemäß § 5 DDG“ und ergänzen Sie den zweiten Kontaktweg, etwa „Telefon: 0123 456789“ oder einen Link auf Ihr Kontaktformular. Eingetragener Verein mit Sponsoren oder KursenEin Fotoclub, der Werbung von Sponsoren zeigt oder Kurse anbietet, braucht das vollständige Impressum mit Vorstand und Registereintrag: Impressum Nennen Sie alle Vorstandsmitglieder, die den Verein laut Satzung nach außen vertreten. Eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gehört nur hinein, wenn der Verein eine hat. Veröffentlicht er regelmäßig redaktionelle Berichte, etwa über Ausstellungen, ergänzt er in der Regel „Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV“ mit Name und Anschrift einer Person. Fünf Fehler, die bei Galerien immer wieder auftauchenDie meisten Mängel entstehen nicht aus Unwissen, sondern schleichen sich über die Jahre ein. Fünf davon tauchen bei kleinen Fotoseiten besonders oft auf:
Fehlt die Anbieterkennzeichnung oder ist sie unvollständig, droht nach dem DDG ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Häufiger als die Behörde melden sich bei geschäftlichen Seiten allerdings Mitbewerber mit einer Abmahnung. Bei einer rein privaten Hobbygalerie ist dieses Risiko kleiner, aber nicht null. Wo der Link hingehörtAm saubersten steht das Impressum auf einer eigenen Seite mit der Adresse Vom Impressum aus verlinken Sie Ihre Datenschutzerklärung, die eine eigene Seite bleibt. Bindet Ihre Webseite einwilligungspflichtige Dienste ein, gehört auch der Weg zum Cookie-Banner dazu, damit Besucher ihre Auswahl ändern können. Prüfen Sie zum Schluss stichprobenartig drei Unterseiten auf dem Handy: Gerade in mobilen Ansichten verschwindet die Fußzeile manchmal hinter einem eingeklappten Menü. Impressum für die Webseite mit dem Bildergalerie-ScriptWer seine Fotos mit dem Bildergalerie-Script zeigt, hat eine Besonderheit zu beachten: Die Galerie ist eine eigenständige Seite, die Datei Unter jeder Galerieseite steht bereits automatisch die Zeile „Copyright by Bildergalerie-Script.de“ mit einem Link zur Webseite des Scripts. Diese Zeile ist kein Impressum und ersetzt keines. Sie nennt den Hersteller der Software, nicht Sie als Betreiber. Ihr eigenes Impressum muss zusätzlich verlinkt sein. Den Impressum-Link in die Galerie einbauenDie Vorlage ist eine normale HTML-Datei, die Sie mit jedem Texteditor bearbeiten. So gehen Sie vor:
Bei einem Update auf eine neue Version liefert das Paket eine neue Häufige Sonderfälle beim ImpressumDrei Fragen tauchen bei Galeriebetreibern auf, sobald die Grundlagen stehen. Reicht das Impressum meiner Webseite, wenn die Galerie dort per iframe eingebettet ist?Nur für die einbettende Seite. Die Galerie bleibt auch unter ihrer eigenen Adresse erreichbar, und wer über eine Suchmaschine direkt dort landet, sieht den Rahmen Ihrer Webseite mit der Fußzeile nicht. Der Impressum-Link gehört deshalb zusätzlich in die Vorlage Wann muss eine Aufsichtsbehörde im Impressum stehen?Nur wenn Ihre Tätigkeit eine behördliche Zulassung oder Erlaubnis voraussetzt. Dann nennen Sie die Behörde, die sie erteilt hat und die Tätigkeit überwacht. Wer als Fotograf Aufträge annimmt, braucht dafür in der Regel keine solche Erlaubnis, die Angabe entfällt dann. Bieten Sie über die Galerie zusätzlich etwas Erlaubnispflichtiges an, sieht es anders aus. Gilt das Impressum für die Webseite auch für Profile auf Instagram oder Flickr?Ja, sofern das Profil gut sichtbar darauf verlinkt. Wer auf einer Plattform geschäftsmäßig auftritt, etwa mit Aufträgen oder Kooperationen, hat dieselbe Pflicht wie auf der eigenen Webseite. Meist genügt ein klar benannter Link auf das Impressum Ihrer Webseite, der mit höchstens zwei Klicks erreichbar ist. Für ein rein privates Profil gilt § 5 DDG nicht. Verwandte Themen für Ihre GalerieEine öffentliche Galerie braucht neben dem Impressum meist eine Datenschutzerklärung. Sind Menschen auf den Fotos zu sehen, kommen Urheber- und Bildrechte hinzu.
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