Mailpostfach beim Hosting verständlich erklärt

 

Ein Mailpostfach beim Hosting ist der Speicherort, an dem deine E-Mails auf dem Server liegen. Sobald jemand an deine Adresse schreibt, landet die Nachricht in diesem Postfach. Von dort holst du sie mit einem E-Mail-Programm oder über das Webmail im Browser ab. Das Postfach gehört meist zu deinem Hosting-Paket und nutzt deine eigene Domain.

Schema zu Was ist ein Mailpostfach beim Hosting: E-Mail landet im Serverpostfach und wird auf Handy und Laptop synchronisiert

Wie ein Mailpostfach entsteht

Wenn du eine Domain wie deinverein.de besitzt, kannst du dazu Adressen anlegen, etwa kontakt@deinverein.de. Jede dieser Adressen braucht ein Postfach, in dem die Mails gespeichert werden. Du legst Postfächer im Kundenmenü deines Anbieters an und vergibst dabei ein Passwort.

Wichtig ist der Unterschied zwischen einem echten Postfach und einer Weiterleitung. Ein Postfach speichert die Mails selbst. Eine Weiterleitung dagegen schickt eingehende Nachrichten nur an eine andere Adresse weiter, ohne sie zu lagern.

POP3 und IMAP verständlich erklärt

Beim Abrufen deiner Mails hast du zwei gängige Verfahren. Die folgende Tabelle zeigt, worin sie sich unterscheiden.

VerfahrenMails bleiben auf ServerGut für
POP3nein, werden geladenein einzelnes Gerät
IMAPja, bleiben liegenmehrere Geräte

Nutzt du Handy und Computer parallel, ist IMAP die bessere Wahl. Dann siehst du auf allen Geräten denselben Stand. POP3 lädt die Mails herunter und entfernt sie oft vom Server, was bei mehreren Geräten zu Verwirrung führt.

Eigene Adresse statt Freemail

Ein Postfach bei deinem Hosting nutzt deine eigene Domain, also etwa kontakt@deinverein.de statt einer kostenlosen Adresse bei einem großen Anbieter. Das wirkt nach außen seriöser und gehört klar zu deiner Seite. Besucher deiner Bildergalerie sehen sofort, dass Adresse und Website zusammenpassen.

Du kannst mehrere Adressen zur selben Domain anlegen, etwa eine für Anfragen und eine für den Versand. So bleibt die Post sortiert, ohne dass du dafür mehrere Domains brauchst. Wie viele Adressen erlaubt sind, hängt vom Tarif ab. Prüfe vor dem Anlegen, ob jede Adresse ein eigenes Postfach bekommt oder nur eine Weiterleitung ist.

Speicherplatz und Grenzen

Jedes Postfach hat eine maximale Größe, die dein Tarif vorgibt. Ist sie voll, kommen keine neuen Mails mehr an. Diese Punkte helfen dir, den Überblick zu behalten:

  • Lösche große Anhänge, die du nicht mehr brauchst.
  • Leere den Papierkorb und den Ordner mit gesendeten Mails.
  • Prüfe regelmäßig den belegten Speicher im Kundenmenü.
  • Erhöhe das Limit, wenn dein Anbieter das erlaubt.

Gerade wenn über das Kontaktformular deiner Bildergalerie viele Anfragen mit Bildanhängen eingehen, füllt sich ein Postfach schneller als gedacht. Plane den Speicher daher mit etwas Reserve.

Sicherheit beim Mailpostfach

Ein Mailpostfach ist nur so sicher wie sein Passwort. Verwende eine lange, einmalige Kombination und gib sie nicht weiter. Aktiviere beim Abruf die verschlüsselte Verbindung, damit deine Zugangsdaten nicht im Klartext durchs Netz wandern. Die nötigen Servernamen und Ports findest du in der Anleitung deines Anbieters.

Richte dir am besten gleich ein Backup wichtiger Mails ein, etwa indem du sie lokal speicherst. Geht ein Postfach verloren oder wird es versehentlich gelöscht, sind die Nachrichten sonst weg. Mit IMAP und einem zusätzlichen lokalen Abruf bist du auf der sicheren Seite.

Wirf zudem hin und wieder einen Blick auf den Spam-Ordner, denn dort landen manchmal auch erwünschte Nachrichten. Prüfe ihn lieber regelmäßig, statt ihn zu ignorieren, sonst entgeht dir womöglich eine Anfrage. Löschst du ein Postfach endgültig, sichere vorher die Inhalte, die du noch brauchst. Einmal entfernte Mails lassen sich beim Anbieter in der Regel nicht wiederherstellen.

Häufige Fragen

Beim Einrichten eines Mailpostfachs für die eigene Domain tauchen typische Fragen zu Abruf, Anzahl und Sicherheit auf, hier die Antworten.

POP3 oder IMAP, welches Verfahren soll ich nehmen?

Nutzt du Handy und Computer parallel, ist IMAP die bessere Wahl, weil die Mails auf dem Server bleiben und du überall denselben Stand siehst. POP3 lädt die Nachrichten herunter und entfernt sie oft vom Server, was bei mehreren Geräten zu Verwirrung führt.

Welche Ports und Einstellungen brauche ich für den sicheren Abruf?

Aktiviere immer die verschlüsselte SSL/TLS-Verbindung, damit deine Zugangsdaten nicht im Klartext durchs Netz wandern. Üblich sind IMAP über Port 993, POP3 über Port 995 und für den Versand SMTP über Port 587, die genauen Servernamen findest du in der Anleitung deines Anbieters.

Wie viele Postfächer brauche ich für meine Seite?

Wie viele Adressen erlaubt sind, hängt vom Tarif ab, für eine kleine Bildergalerie reichen meist zwei, etwa kontakt@deinverein.de für Anfragen und eine für den Versand. Prüfe vor dem Anlegen, ob jede Adresse ein echtes Postfach bekommt oder nur eine Weiterleitung ist, und plane den Speicher mit Reserve, falls viele Anhänge eingehen.

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