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| Was ist ein SSL Zertifikat?
Ein SSL Zertifikat ist eine kleine Datei, die zu einer Website gehört und zwei Dinge nachweist: dass die Seite verschlüsselt erreichbar ist und dass sie tatsächlich dem gehört, der sie betreibt. Man kann es sich wie einen digitalen Ausweis für eine Internetadresse vorstellen. Erst durch dieses Zertifikat kann eine Website über "https" ausgeliefert werden und das vertraute Schloss-Symbol im Browser anzeigen.
Was in einem Zertifikat stecktEin Zertifikat enthält mehrere Angaben, die zusammen den Ausweis ergeben. Dazu gehören der Domainname, für den es gilt, die Stelle, die es ausgestellt hat, sowie ein Gültigkeitszeitraum mit Anfangs- und Ablaufdatum. Hinzu kommt ein öffentlicher Schlüssel, der beim Aufbau der verschlüsselten Verbindung gebraucht wird. Alle diese Angaben sind digital unterschrieben und lassen sich daher nicht unbemerkt verändern. Wichtig sind vor allem diese Bestandteile:
Der private Gegenpart zum öffentlichen Schlüssel bleibt geheim auf dem Server und verlässt diesen nie. Nur mit ihm lässt sich entschlüsseln, was für die Website bestimmt ist. Gerät dieser geheime Teil in falsche Hände, muss das Zertifikat zurückgezogen und neu ausgestellt werden. Wer Zertifikate ausstellt und prüftZertifikate werden von sogenannten Zertifizierungsstellen ausgegeben. Das sind Anbieter, denen Browser und Betriebssysteme von Haus aus vertrauen. Wenn Ihr Browser eine Seite öffnet, prüft er im Hintergrund, ob das vorgelegte Zertifikat von einer solchen vertrauenswürdigen Stelle stammt und ob es noch gültig ist. Stimmt etwas nicht, erscheint eine Warnung. Es gibt verschiedene Prüftiefen, die sich im Aufwand und in der Aussagekraft unterscheiden. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Arten ein.
Warum das Zertifikat ablaufen mussJedes Zertifikat hat ein Ablaufdatum, oft nach einigen Monaten bis zu einem Jahr. Das klingt umständlich, hat aber einen guten Grund: Eine begrenzte Laufzeit stellt sicher, dass die Angaben regelmäßig erneuert und überprüft werden. So bleibt der digitale Ausweis aktuell und verlorene oder veraltete Schlüssel werden nicht über Jahre weiterverwendet. In der Praxis erneuern viele Hosting-Anbieter das Zertifikat automatisch, bevor es abläuft. Sie als Betreiber bemerken davon im Idealfall nichts. Läuft ein Zertifikat dennoch ab, zeigt der Browser eine deutliche Warnung, und Besucher kommen nur noch mit Klick durch einen Sicherheitshinweis auf die Seite. Spätestens dann fällt eine abgelaufene Verschlüsselung sofort auf. Wie ein Zertifikat auf den Server kommtBei den meisten Hosting-Paketen müssen Sie sich um die Einrichtung kaum kümmern. Im Kundenmenü gibt es oft einen Punkt, der das Zertifikat mit einem Klick anlegt und für die gewünschte Domain freischaltet. Im Hintergrund erzeugt der Anbieter den geheimen Schlüssel, fordert das Zertifikat an und hinterlegt beides am richtigen Ort. Wer einen eigenen Server betreibt, geht die Schritte selbst durch: Schlüssel erzeugen, das Zertifikat bei einer Zertifizierungsstelle beantragen und beides in die Serverkonfiguration eintragen. Auch hier gibt es heute Werkzeuge, die den Vorgang weitgehend selbst erledigen und das Zertifikat später automatisch erneuern. Zertifikat und Verschlüsselung gehören zusammenDas Zertifikat allein verschlüsselt nichts. Es ist der Ausweis, der die verschlüsselte Verbindung erst ermöglicht und glaubwürdig macht. Erst zusammen mit dem geheimen Schlüssel auf dem Server entsteht daraus eine geschützte Übertragung. Für den Betrieb einer eigenen Website bedeutet das: Sie brauchen ein gültiges Zertifikat, damit Ihre Seite über https erreichbar ist und Besucher ihr vertrauen. Bei den meisten Paketen ist ein einfaches, automatisch erneuertes Zertifikat heute ohne Aufpreis enthalten, sodass Sie sich um die Technik dahinter kaum kümmern müssen. Häufige FragenBeim SSL-Zertifikat geht es vor allem um Kosten, Laufzeit und die Frage, was beim Ablauf passiert. Kostet ein SSL-Zertifikat etwas?Bei den meisten Hosting-Paketen ist ein einfaches Domain-Zertifikat ohne Aufpreis enthalten und wird automatisch erneuert. Einsteiger müssen sich um die Technik dahinter meist gar nicht kümmern, ein Klick im Kundenmenü genügt. Was passiert, wenn das Zertifikat abläuft?Läuft ein Zertifikat ab, zeigt der Browser eine deutliche Warnung, und Besucher gelangen nur noch über einen Klick durch den Sicherheitshinweis auf die Seite. Viele Hoster erneuern das Zertifikat aber automatisch vor Ablauf, sodass Sie davon nichts bemerken. Welche Arten von SSL-Zertifikaten gibt es?Es gibt die Domain-Prüfung (nur Kontrolle über die Domain, typisch für Blogs und kleine Seiten), die Organisations-Prüfung (zusätzlich Existenz der Firma) und die erweiterte Prüfung mit ausführlicher Identitätskontrolle, wie sie Banken und große Shops nutzen. Für eine private Bildergalerie reicht die einfache Domain-Prüfung. Verwandte ThemenDamit das Zertifikat im Gesamtbild Sinn ergibt, helfen diese verwandten Grundlagen weiter. | ||||||||||||