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| Unterschied http und https
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Café, verbinden den Laptop mit dem offenen WLAN und melden sich in der Verwaltung Ihrer Bildergalerie an. Ihr Benutzername, Ihr Passwort und danach bei jedem Klick ein Ausweis in Form eines Cookies wandern durch den Router des Cafés. Ob jemand am Nebentisch das mitlesen kann, hängt an einem einzigen Buchstaben in der Adresse. Genau das ist der Unterschied http und https: Beide Verfahren regeln, wie Browser und Webserver miteinander sprechen, aber nur bei https ist das Gespräch verschlüsselt. Das „s“ steht für „secure“. Auf dem Bildschirm sieht die Galerie in beiden Fällen gleich aus.
Was unterwegs zu sehen ist: eine Anmeldung im VergleichZwischen Ihrem Gerät und dem Server Ihres Webhosters liegen viele Stationen: der WLAN-Router, der Anschluss des Cafés, mehrere Knoten im Netz. Bei http reist jede Anfrage dort als lesbarer Text. Wer an einer dieser Stationen mitschneidet, sieht die aufgerufene Adresse, die Formularfelder und die Antwort des Servers. Bei https baut der Browser vor dem ersten Byte Inhalt eine verschlüsselte Leitung auf. Was dann unterwegs mitläuft, ist für Dritte nur noch Zeichensalat. Ganz unsichtbar sind Sie trotzdem nicht, wie die Gegenüberstellung zeigt.
Die ersten beiden und die letzte Zeile werden gern übersehen. Wer den Verkehr beobachtet, erkennt auch bei https, dass Sie um 14:10 Uhr rund 30 MB an Ihre Domain geschickt haben. Er weiß aber nicht, ob das zwölf Urlaubsfotos waren oder ein Video, und er kann nichts davon verändern. Der zweite Punkt ist für Galeriebetreiber mindestens so wichtig wie das Mitlesen: Bei http kann eine manipulierte Station unterwegs Inhalte einschleusen, etwa ein fremdes Skript in Ihre Galerieseite. Mit https würde der Browser jede Veränderung bemerken und die Verbindung abbrechen. Der Unterschied http und https beim VerbindungsaufbauUnverschlüsselter Verkehr läuft meist über Port 80, verschlüsselter über Port 443. Beim Aufbau einer https-Verbindung mit dem heute üblichen Verfahren TLS 1.3 geht es in einem einzigen Hin und Her. Der Browser grüßt den Server und schickt gleich seinen Teil für einen gemeinsamen Schlüssel mit. Der Server antwortet mit seinem Schlüsselteil und legt sein Zertifikat vor, bereits verschlüsselt. Darin bestätigt eine Zertifizierungsstelle, dass der Server wirklich zu ihre-domain.de gehört. Der Browser prüft das gegen die Liste der Stellen, denen er vertraut, und gegen das Ablaufdatum. Erst wenn diese Prüfung bestanden ist, schickt er Benutzername und Passwort los. Der Schlüssel gilt nur für diese eine Verbindung, und das Ganze dauert Sekundenbruchteile. Das Diagramm stellt beide Wege nebeneinander. Das Zertifikat ist auch der Grund, warum eine Seite mit https trotzdem eine Warnung zeigen kann. Ist es abgelaufen oder gilt es für einen anderen Namen, bricht der Browser mit einer ganzseitigen Meldung ab. Für Besucher sieht das bedrohlicher aus als eine schlichte http-Seite, obwohl die Verbindung an sich verschlüsselt wäre. Woran Sie Fehler bei der Umstellung erkennenWer die eigene Domain auf https umstellt, stolpert meist über eine von fünf Ursachen. Wer das Muster kennt, findet den Fehler in wenigen Minuten.
Gemischte Inhalte entstehen bei einer Galerie am häufigsten in der eigenen Vorlage. Wer vor Jahren ein Logo mit vollständiger Adresse eingebunden hat, also mit Unterschied http und https: wann Sie handeln müssenBei einer Galerie, die nur Fotos zeigt und kein Formular für Besucher hat, könnte man meinen, http reiche aus. Drei Gründe sprechen dagegen. Browser kennzeichnen http-Seiten in der Adresszeile als „Nicht sicher“, und viele Besucher brechen an dieser Stelle ab. Sie selbst melden sich über dieselbe Domain in der Verwaltung an, und dort geht es um Ihr Passwort. Außerdem behandeln Suchmaschinen https seit Jahren als Normalfall. Die Entscheidung fällt deshalb fast immer gleich aus:
Unterschied http und https im Bildergalerie-ScriptWer eine eigene Galerie mit dem Bildergalerie-Script betreibt, merkt den Unterschied an mehreren Stellen. Das Script bringt kein Zertifikat mit und leitet auch nicht selbst von http auf https um, beides erledigt der Webserver beim Hoster. Es erkennt aber, ob es verschlüsselt aufgerufen wurde, und richtet sein Verhalten danach aus. Rufen Sie die Galerie über
Am Sitzungscookie zeigt sich, dass https für die Verwaltung mehr bedeutet als ein Schloss in der Adresszeile. Solange Sie angemeldet sind, weist dieses Cookie Sie bei jedem Klick aus. Läuft die Verwaltung über http, könnte jemand im selben offenen WLAN es mitlesen und damit Ihre Sitzung übernehmen, ganz ohne Ihr Passwort. Die Merkmale HttpOnly und SameSite=Lax setzt das Script immer, Secure kommt nur bei https hinzu. Nach 60 Minuten ohne Aufruf endet die Sitzung von selbst. Seit Version 3.15 übernimmt die Verwaltung außerdem das https aus dem aktuellen Aufruf. In älteren Versionen war Umleitung für die Galerie einrichtenAm einfachsten schalten Sie die Weiterleitung von http auf https im Kundenmenü Ihres Webhosters ein. Bietet er das nicht an und läuft Apache mit Häufige FragenGaleriebetreiber fragen vor allem nach Kosten, Tempo und dem, was mit alten Links geschieht. Kostet https Geld?Meist nicht. Die meisten Webhoster stellen Zertifikate von Let's Encrypt kostenlos bereit und erneuern sie selbstständig. Geld kosten Zertifikate, bei denen eine Stelle zusätzlich die Firma hinter der Domain prüft. Für eine Fotogalerie bringt das keinen Vorteil, das Schloss im Browser sieht gleich aus. Woran erkenne ich den Unterschied http und https im Browser?An der Adresszeile. Bei https zeigen die gängigen Browser ein Schloss oder ein Einstellungssymbol, bei http den Hinweis „Nicht sicher“. Ein Klick darauf öffnet die Verbindungsdetails, dort sehen Sie, für welche Domain das Zertifikat gilt und bis wann. Wird meine Seite durch https langsamer?Nicht messbar für Ihre Besucher. Der Verbindungsaufbau dauert einen Wimpernschlag länger, danach ist die Leitung offen und alle Vorschaubilder einer Seite laufen durch sie hindurch. Neuere Übertragungsverfahren wie HTTP/2 bieten die Browser nur über https an, und gerade Seiten mit vielen kleinen Bildern profitieren davon. Was passiert mit alten http-Links nach der Umstellung?Sie funktionieren weiter, sobald eine dauerhafte Weiterleitung mit Statuscode 301 eingerichtet ist. Wer einen alten Link anklickt, landet ohne Umweg auf der https-Adresse, und Suchmaschinen ersetzen den alten Eintrag nach und nach durch den neuen. Leitet das Bildergalerie-Script selbst auf https um?Nein. Das Script erkennt einen https-Aufruf und baut seine Adressen dann mit https, eine Umleitung von http auf https richtet es aber nicht ein. Die stellen Sie im Kundenmenü Ihres Hosters oder per .htaccess ein. Verwandte ThemenWenn Sie verstehen wollen, was hinter dem Schloss-Symbol steckt und wie Sie den Adminbereich Ihrer Galerie zusätzlich absichern, helfen diese Themen weiter: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||