Lightbox in der Galerie verständlich erklärt

 

Ein Besucher tippt in Ihrer Kategorie „Sommerfest“ auf das dritte Vorschaubild. Die Seite bleibt, wo sie ist, dahinter legt sich ein dunkler Schleier über Kacheln und Text, und mittig wächst ein weißer Rahmen, in dem das Foto erscheint. Darunter steht, was auf dem Bild zu sehen ist, und dass es Bild 3 von 24 ist. Dieses Fenster über der Seite heißt Lightbox. Für Sie als Betreiber ist sie die Stelle, an der Ihre Fotos wirklich angeschaut werden: Die Übersicht dient zum Suchen, die Lightbox in der Galerie zum Betrachten.

Lightbox im Bildergalerie-Script: Seebrücke über abgedunkelter Galerie mit Weiter, Bildunterschrift, Bild 2 von 4 und Schließen

Was nach dem Klick passiert

Hinter dem Vorschaubild steckt ein gewöhnlicher Link auf eine größere Bilddatei. Ohne Lightbox würde der Browser diese Datei einfach öffnen, und der Besucher stünde auf einer weißen Seite mit einem einzelnen Foto. Die Lightbox fängt den Klick ab, bevor das passiert. Sie dunkelt die Galerie ab, lädt die große Datei im Hintergrund, misst sie und baut erst dann den Rahmen in passender Größe auf. Weil die Galerieseite dabei nie verlassen wird, steht der Besucher nach dem Schließen wieder vor derselben Kachelreihe und muss nicht neu suchen.

Wie sich die Adresse im Browser verhält, hängt von der Lightbox ab. Einfache Lightboxen, darunter die im Bildergalerie-Script, ändern sie beim Öffnen nicht. Wer dann ein bestimmtes Foto weiterempfehlen möchte und die Adresse kopiert, verschickt die ganze Kategorie, und die Zurück-Taste am Handy führt nicht in die Übersicht, sondern auf die Seite vor der Galerie. Neuere Lightboxen wie PhotoSwipe oder Fancybox schreiben dagegen eine Kennung für das Bild in die Adresse. Dann lässt sich ein einzelnes Foto per Link teilen, und die Zurück-Taste schließt nur die Lightbox.

Das Diagramm zeigt den Ablauf in vier Stufen. Jede hat einen sichtbaren Zweck: Die dunkle Fläche nimmt der restlichen Seite die Farbe, der kleine Rahmen mit der Ladeanzeige überbrückt die Wartezeit, das Aufziehen auf das richtige Maß verhindert, dass das Bild springt, und erst am Ende kommen Bildunterschrift, Zähler und „Schließen“ dazu.

Animiertes Ablaufdiagramm der Lightbox: Klick auf ein Vorschaubild, die Seite wird dunkel, der Rahmen wächst erst in der Höhe und dann in der Breite, zuletzt erscheinen Bild, Bildunterschrift, Schließen und Zähler
Vom Klick bis zum fertigen Bild: Die Lightbox arbeitet in vier Schritten und lädt die Nachbarbilder 2 und 4 unsichtbar schon mit.

Was Besucher von einer Lightbox erwarten

Besucher bringen ihre Gewohnheiten von großen Fotoplattformen mit und probieren sie in Ihrer Galerie zuerst aus. Deshalb lohnt ein Blick darauf, welche Teile einer Lightbox welche Erwartung bedienen und was passiert, wenn eines fehlt.

  • Weiter und zurück: Wer das dritte von 24 Fotos sieht, will zum vierten, ohne erst zu schließen. Fehlt das, klicken sich Besucher zweimal pro Bild durch und geben meist nach wenigen Fotos auf.
  • Ausgang: Gesucht wird zuerst ein Kreuz oder „Schließen“, danach ein Klick ins Dunkle, am Rechner die Esc-Taste. Ein Ausgang, den man erst suchen muss, wirkt wie eine Falle.
  • Bildunterschrift: Ein Satz wie „Aufbau am Freitagabend, Zelt 2“ beantwortet die Frage, die sich beim Betrachten stellt. Leere Unterschriften verschenken diesen Moment.
  • Zähler: „Bild 7 von 24“ sagt dem Besucher, ob sich das Weiterklicken lohnt. Ohne Zähler wirkt eine lange Serie endlos.
  • Fingerbedienung: Auf dem Handy wird gewischt oder getippt. Welche der beiden Gesten eine Lightbox versteht, entscheidet darüber, ob sie sich am Telefon natürlich anfühlt.

Nicht alles davon muss perfekt sein. Für eine Vereinsgalerie mit acht Fotos je Anlass reicht es, wenn Weiterblättern und Schließen zuverlässig klappen. Ab etwa zwanzig Bildern pro Kategorie werden Zähler und gute Bildunterschriften wichtig, weil sich Besucher sonst in der Serie verlieren.

Lightbox in der Galerie oder Bild auf eigener Seite?

Ganz ohne Lightbox kommt eine Galerie auch aus: Ein Klick öffnet dann die Bilddatei direkt im Browser oder eine eigene Unterseite je Foto. Welche Lösung besser passt, hängt davon ab, was Ihre Besucher mit den Bildern tun. Die Tabelle unterscheidet dabei zwei Arten von Lightbox.

SituationLightbox ohne eigene Adresse (wie im Script)Lightbox mit Adresse je BildBild direkt im Browser
Besucher schaut eine Serie von 30 Fotos durchein Klick je Bild, Übersicht bleibt im Hintergrundein Klick je Bild, Übersicht bleibt im Hintergrundpro Bild öffnen und zurück, also doppelt so viele Klicks
Foto soll per Link an jemanden gehennicht direkt, die Adresse zeigt die KategorieAdresse kopieren genügtAdresse der Bilddatei kopieren
Zurück-Taste am Handyverlässt die Galerieseiteschließt die Lightboxführt zurück zur Übersicht
JavaScript im Browser abgeschaltetder Link öffnet ersatzweise die Bilddateije nach Umsetzung Bilddatei oder nichtskeine Änderung

Wenn Ihre Besucher vor allem durch Serien blättern, etwa Fotos von Feiern, Reisen oder Baufortschritten, ist die Lightbox klar im Vorteil. Sollen dagegen einzelne Bilder gezielt geteilt oder heruntergeladen werden, etwa Pressefotos oder Produktbilder für Händler, spricht viel für den direkten Aufruf oder für einen zusätzlichen Hinweis auf die Bilddatei in der Bildbeschreibung.

Woran Sie eine schlecht eingestellte Lightbox erkennen

Die meisten Beschwerden über eine Lightbox in der Galerie haben drei Ursachen. Alle drei lassen sich am eigenen Gerät nachprüfen, bevor Besucher sie bemerken.

  • Bild wirkt unscharf: Die hochgeladene Datei war kleiner als das, was die Lightbox zeigt. Ein Foto mit 640 Pixeln Breite, das auf 1024 Pixel aufgeblasen wird, verliert an Schärfe, egal wie gut die Kamera war.
  • Öffnen dauert auf dem Handy Sekunden: Die Ladeanzeige dreht sich lange, weil die Lightbox vermutlich das unveränderte Kamerafoto mit mehreren Megabyte lädt.
  • Bild ragt über den Fensterrand: Die Lightbox passt die Größe nicht an das Fenster an. Öffnen Sie zum Test ein Hochformatfoto in einem kleinen Browserfenster: Bleibt es samt Unterschrift vollständig sichtbar, ist dieser Punkt erledigt.

So arbeitet die Lightbox im Bildergalerie-Script

Im Bildergalerie-Script ist die Lightbox fest eingebaut. Es verwendet „Lightbox v2.04“ von Lokesh Dhakar in der Datei js/lightbox.js, die auf den Bibliotheken Prototype und script.aculo.us aufbaut. Alle Vorschaubilder einer Seite gehören zu einer Serie, auf einer Kategorieseite also die ganze Kategorie in der Reihenfolge des Hochladens. Unter dem Bild stehen die Bildbeschreibung als reiner Text und der Zähler „Bild 3 von 24“. Bei einer Kategorie mit nur einem Bild entfällt der Zähler. So wird sie bedient:

AktionMaus oder FingerTastatur
Nächstes Bildrechte Bildhälfte anklicken bzw. antippenPfeil rechts oder N
Vorheriges Bildlinke Bildhälfte anklicken bzw. antippenPfeil links oder P
Schließen„Schließen“ unter dem Bild oder den dunklen Hintergrund anklickenEsc, X, C oder O

Am ersten Bild führt die linke Hälfte nirgendwohin, am letzten die rechte. Die Serie beginnt also nicht wieder von vorn. Die Pfeilgrafiken erscheinen am Rechner, sobald die Maus über einer Bildhälfte steht. Auf dem Handy gibt es kein Überfahren, dort tippt man einfach auf die Hälfte. Wischgesten, eine automatische Diashow und einen Vollbildmodus hat diese Lightbox nicht, und die Adresse im Browser bleibt beim Blättern gleich. Dafür lädt sie das nächste und das vorherige Bild schon im Hintergrund, sodass der Wechsel ohne Warten klappt.

Wie groß das Bild am Ende wirklich ist

Zwei Stellen bestimmen, wie groß ein Foto in der Lightbox erscheint. Die erste stellen Sie in der Verwaltung unter „Einstellungen“ im Abschnitt „Große Ansicht (Lightbox)“ ein: „Maximale Breite der großen Ansicht“ und „Maximale Höhe der großen Ansicht“ stehen auf je 1024 Pixel, erlaubt sind 100 bis 10000 oder bei beiden die 0. Aus einem Kamerafoto mit 6000 × 4000 Pixeln legt die Galerie dafür die Kopie bilder/tn/ob_3_dateiname.jpg mit 1024 × 682 Pixeln an, wobei 3 die Nummer der Kategorie ist. Das Original bleibt unverändert.

Setzen Sie beide Werte auf 0, zeigt die Lightbox immer das Original. Steht nur einer auf 0, speichert die Seite nicht und meldet: „Breite und Höhe der großen Ansicht müssen beide gesetzt sein.“ Die Einstellung „Kleine Bilder vergrößern“ steht auf „Nein“, weil hochgerechnete Bilder unscharf wirken.

Die zweite Stelle ist das Browserfenster, also die Fläche ohne Adress- und Menüleisten. Die Lightbox verkleinert jedes Bild so weit, dass Rahmen, Abstand zum Rand und rund 70 Pixel für Unterschrift und Zähler mit hineinpassen, und hält oben ein Zehntel der Fensterhöhe frei. Für die Kopie aus dem Beispiel ergibt das:

Browserfenster (innen)Querformat 1024 × 682Hochformat 682 × 1024
Handy, 390 × 660 Pixelrund 346 × 230rund 320 × 480
Laptop, 1366 × 650 Pixelrund 707 × 471rund 314 × 471
großer Monitor, 1920 × 960 Pixelvolle 1024 × 682rund 500 × 750

Auf dem Handy bekommt ein Hochformatfoto also fast doppelt so viel Fläche wie ein Querformatfoto. Am Laptop begrenzt dagegen die Fensterhöhe beide Formate. Ein höherer Wert als 1024 bringt nur an großen Monitoren etwas: Mit 1600 Pixeln wird dieselbe Aufnahme im 1920er-Fenster rund 1125 Pixel breit statt 1024.

Die Lightbox anpassen oder abschalten

Für Farbe und Tempo müssen Sie js/lightbox.js nicht ändern. Tragen Sie in die Vorlage tpl/bildergalerie.html unmittelbar vor der Zeile, die js/lightbox.js lädt, einen eigenen Skriptblock ein: <script>window.LightboxOptions = { overlayOpacity: 0.6, animate: false };</script>. Das hellt den dunklen Hintergrund von 0.8 auf 0.6 auf und schaltet die Übergänge ab. Mit Übergängen wächst der Rahmen beim Standardtempo resizeSpeed: 7 erst 0,6 Sekunden in der Höhe und dann 0,6 Sekunden in der Breite. Weil die Änderung in Ihrer Vorlage steht, ist sie nach einem Update schnell wieder da, denn die Update-Anleitung empfiehlt ohnehin, tpl/bildergalerie.html vorher zu sichern und danach zurückzuspielen.

Das Aussehen von Rahmen, Bildunterschrift und Zähler steht in css/lightbox.css. Wer gar keine Lightbox möchte, entfernt in der Vorlage die drei Zeilen, die Prototype, script.aculo.us und js/lightbox.js laden, sowie die Zeile mit css/lightbox.css. Ein Klick öffnet das Bild dann direkt im Browser. Binden Sie die Galerie per iframe in eine andere Seite ein, öffnet sich die Lightbox nur innerhalb des iframes. Wer die Lightbox in der Galerie mit eigenen Bildern ausprobieren möchte, kann das Bildergalerie-Script kostenlos herunterladen.

Häufige Fragen

Rund um die Lightbox in der Galerie tauchen bei Betreibern immer wieder dieselben praktischen Fragen auf.

Wie schließt man eine Lightbox wieder?

Am sichersten mit einem Klick oder Tipp auf die dunkle Fläche neben dem Bild, am Rechner zusätzlich mit der Esc-Taste. Im Bildergalerie-Script steht außerdem „Schließen“ unter dem Bild. Die Zurück-Taste des Browsers verlässt dort dagegen die Galerieseite, weil sich beim Öffnen der Lightbox die Adresse nicht geändert hat.

Welche Bildbreite sollten Lightbox-Bilder haben?

Mindestens so viel, wie die Lightbox an einem großen Monitor zeigt. Bei der Grundeinstellung des Bildergalerie-Scripts sind das 1024 Pixel an der längeren Seite. Laden Sie lieber größer hoch, die Galerie verkleinert für die Lightbox selbst. Ein Bild mit 640 Pixeln Breite bleibt dagegen klein oder wird beim Vergrößern unscharf.

Funktioniert eine Lightbox auch auf dem Smartphone?

Ja, sofern sie das Bild an das kleine Fenster anpasst und große Tippflächen bietet. Die Lightbox im Bildergalerie-Script verkleinert jedes Bild auf die Handybreite und nutzt jeweils eine ganze Bildhälfte als Fläche zum Weiterblättern. Wischen versteht sie nicht, Besucher tippen stattdessen links oder rechts auf das Bild.

Warum zeigt die Lightbox im Bildergalerie-Script meine Fotos kleiner als das Original?

Weil „Maximale Breite der großen Ansicht“ und „Maximale Höhe der großen Ansicht“ standardmäßig auf 1024 Pixel stehen. Größere Fotos zeigt die Lightbox als verkleinerte Kopie aus dem Ordner bilder/tn/. Wollen Sie mehr Pixel zeigen, erhöhen Sie beide Werte, etwa auf 1600. Die passenden Kopien entstehen beim nächsten Aufruf der Kategorie.

Woher kommt der Name Lightbox?

Vom Leuchttisch der Fotografen. Vor den Digitalkameras lagen Dias und Negativstreifen auf einer beleuchteten Milchglasplatte, englisch „light box“, und wurden dort mit der Lupe gesichtet. Die Lightbox in der Galerie greift die Idee auf, das Motiv vor einer ruhigen Fläche zu isolieren, nur umgekehrt: Statt Licht von unten dunkelt sie alles ringsum ab.

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Die Lightbox ist Teil eines größeren Funktions-Clusters, der die Bedienung einer Galerie ausmacht.