IP-Adresse im Netz einfach erklärt

 

Jedes Gerät, das mit dem Internet oder einem lokalen Netzwerk verbunden ist, braucht eine eindeutige Kennung. Diese Kennung heißt IP-Adresse. Ohne sie wüsste kein Server, wohin er eine angefragte Webseite schicken soll. Stellen Sie sich die IP-Adresse wie eine Hausnummer vor: Sie sorgt dafür, dass die Daten beim richtigen Empfänger ankommen und nicht bei einem fremden Gerät landen.

Was ist eine IP-Adresse? Einfach erklärt: Haus mit Adress-Pin, Briefumschlag-Datenpaket reist gestrichelt zu einem Server in der Wolke

Die IP-Adresse im Netz als Hausnummer

Wenn Sie einen Brief verschicken, schreiben Sie Straße und Hausnummer auf den Umschlag. Im Internet übernimmt die IP-Adresse genau diese Aufgabe. Jedes Gerät bekommt eine Nummer, über die es erreichbar ist. Ruft Ihr Computer eine Seite auf, schickt er seine eigene IP-Adresse als Absender mit. Der Server liest diesen Absender und weiß dadurch, an welche Adresse er die Antwort senden muss.

Diese Zuordnung passiert in Bruchteilen einer Sekunde und vollkommen automatisch. Sie merken davon im Alltag nichts, weil im Hintergrund das Domain Name System die Arbeit übernimmt. Es übersetzt einen Namen wie eine-seite.de in die passende IP-Adresse, denn Zahlen kann sich ein Mensch schlecht merken, ein Name dagegen leicht. Erst nach dieser Übersetzung weiß Ihr Gerät, welchen Server es ansprechen soll.

So ist eine IP-Adresse im Netz aufgebaut

Es gibt zwei Versionen, die heute parallel im Einsatz sind. Die ältere Version IPv4 besteht aus vier Zahlenblöcken, die durch Punkte getrennt werden, etwa 192.168.0.1. Jeder Block reicht von 0 bis 255. Weil die Zahl der möglichen Adressen mit der wachsenden Zahl an Geräten knapp wurde, kam IPv6 dazu. Diese Version nutzt längere Adressen mit Buchstaben und Zahlen und bietet damit fast unbegrenzt viele Kombinationen, sodass jedes neue Gerät eine eigene Adresse bekommen kann.

Die folgende Tabelle stellt die beiden Versionen gegenüber, damit der Unterschied schnell sichtbar wird.

MerkmalIPv4IPv6
Beispiel192.168.0.12001:db8::7334
Länge32 Bit128 Bit
TrennzeichenPunktDoppelpunkt
Anzahl Adressenbegrenztsehr groß

Beide Versionen funktionieren nach demselben Grundgedanken, nur der Vorrat an freien Nummern unterscheidet sich. Viele Anschlüsse nutzen heute beide Versionen gleichzeitig, sodass ältere und neuere Dienste erreichbar bleiben.

IP-Adresse im Netz: öffentlich oder privat

Nicht jede IP-Adresse ist von überall erreichbar. Man unterscheidet zwischen öffentlichen und privaten Adressen, und beide haben eine klare Aufgabe in Ihrem Heimnetz.

  • Die öffentliche IP-Adresse vergibt Ihr Internetanbieter. Unter ihr ist Ihr gesamter Anschluss von außen sichtbar.
  • Private Adressen nutzt Ihr Router, um den Geräten zu Hause eine Nummer zu geben, etwa dem Laptop, dem Smartphone und dem Drucker.
  • Eine feste Adresse bleibt immer gleich, eine dynamische kann sich nach einer Trennung der Verbindung ändern.

Innerhalb Ihres Heimnetzes spricht der Laptop also den Drucker über eine private Adresse an, während nach außen nur die eine öffentliche Adresse des Routers sichtbar ist. Der Router übersetzt zwischen beiden Welten.

Woher die IP-Adresse im Netz kommt

In den meisten Haushalten verteilt der Router die Adressen selbst. Dafür ist ein Dienst namens DHCP zuständig, der jedem neuen Gerät automatisch eine freie Nummer zuweist. Schalten Sie das Smartphone ein und verbinden es mit dem WLAN, läuft dieser Vorgang sofort und ohne Ihr Zutun ab.

Die öffentliche Adresse Ihres Anschlusses können Sie sich auf vielen Webseiten anzeigen lassen. Sie verrät kein konkretes Haus, erlaubt aber eine grobe regionale Zuordnung. Wer das verhindern möchte, nutzt einen VPN-Dienst, der die eigene Adresse hinter einer anderen verbirgt. Für den normalen Betrieb einer Bildergalerie oder Webseite müssen Sie sich um IP-Adressen nicht selbst kümmern, denn Server und Browser regeln den Austausch unter sich.

Häufige Fragen

Rund um die IP-Adresse stellen sich vor allem zwei praktische Fragen, dazu kommt der Unterschied der beiden Versionen.

Wie finde ich meine eigene IP-Adresse heraus?

Die öffentliche Adresse deines Anschlusses zeigen dir viele Webseiten direkt an, sobald du sie aufrufst. Die privaten Adressen der Geräte zu Hause vergibt dein Router automatisch über den Dienst DHCP.

Ist eine IP-Adresse gefährlich für die Privatsphäre?

Die öffentliche IP verrät kein konkretes Haus, erlaubt aber eine grobe regionale Zuordnung. Wer das verhindern will, nutzt einen VPN-Dienst, der die eigene Adresse hinter einer anderen verbirgt.

Was ist der Unterschied zwischen IPv4 und IPv6?

IPv4 besteht aus vier durch Punkte getrennten Zahlenblöcken wie 192.168.0.1 und ist 32 Bit lang, IPv6 nutzt 128 Bit mit Buchstaben und Zahlen, getrennt durch Doppelpunkte. IPv6 bietet dadurch fast unbegrenzt viele Adressen für die wachsende Zahl an Geräten.

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Die IP-Adresse ist ein Baustein der Netzwerk-Grundlagen, an den weitere Begriffe direkt anschließen.