Was ist ein Webserver? Einfach erklärt für Laien

 

Ein Webserver ist ein Computer, der Webseiten ausliefert. Er läuft rund um die Uhr und wartet darauf, dass jemand eine Seite aufruft. Tippst du eine Adresse in den Browser oder klickst auf einen Link, fragt dein Gerät bei diesem Computer nach den passenden Dateien. Der Webserver schickt sie zurück, und der Browser baut daraus die Seite zusammen, die du siehst.

Was ist ein Webserver? Einfach erklärt für Laien: Ein Browserfenster sendet eine Anfrage an einen Server und bekommt Seite und Bilder ueber zwei Pfeil

Was bei einem Seitenaufruf passiert

Der Ablauf läuft in wenigen Schritten ab, auch wenn er für dich nur einen Moment dauert. Zwischen deinem Klick und der fertigen Seite tauschen dein Browser und der Webserver mehrere Nachrichten aus.

  1. Du gibst eine Adresse ein, zum Beispiel eine Galerie-Seite
  2. Dein Browser sucht heraus, welcher Server zu dieser Adresse gehört
  3. Der Browser schickt eine Anfrage an den Webserver
  4. Dieser sucht die passende Datei und schickt sie zurück
  5. Der Browser zeigt die Seite an, lädt Bilder nach und stellt alles dar

Diese Anfrage und Antwort folgen festen Regeln, dem sogenannten HTTP. Du erkennst es am Anfang jeder Webadresse. Es legt fest, in welcher Form der Browser fragt und in welcher Form der Server antwortet, damit sich beide Seiten verstehen.

Der Unterschied zwischen Programm und Computer

Das Wort Webserver meint zwei Dinge, die zusammengehören. Gemeint ist einmal der physische Computer im Rechenzentrum und einmal das Programm darauf, das die Anfragen beantwortet. Beides läuft unter demselben Namen, weil das eine ohne das andere nichts ausrichtet.

BegriffWas gemeint ist
HardwareDer eigentliche Computer mit Festplatte und Netzanschluss
Server-SoftwareDas Programm, das Anfragen entgegennimmt, etwa Apache oder Nginx
AnfrageDie Nachricht des Browsers nach einer bestimmten Seite
AntwortDie Datei oder Seite, die der Server zurückschickt

Statische und dynamische Seiten

Nicht jede Seite liegt fertig auf dem Server. Hier hilft der Unterschied zwischen statischen und dynamischen Seiten, weil er erklärt, warum manche Inhalte erst im Moment des Aufrufs entstehen.

Eine statische Seite ist eine fertige Datei, die der Server unverändert weitergibt. Eine dynamische Seite baut der Server erst zusammen, wenn die Anfrage kommt. Ein Galerie-Script ist ein gutes Beispiel: Es fragt eine Datenbank ab, welche Bilder zu einer Kategorie gehören, und setzt die Seite daraus neu zusammen. So sieht jeder Besucher den aktuellen Stand, ohne dass jemand die Datei von Hand ändern muss. Damit das klappt, läuft auf dem Webserver zusätzlich eine Sprache wie PHP, die solche Scripte ausführt, sowie meist eine Datenbank, in der die Inhalte gespeichert sind.

Warum man keinen eigenen Server zu Hause braucht

Theoretisch kann jeder Computer ein Webserver sein, auch der unter deinem Schreibtisch. In der Praxis spricht aber einiges dagegen, einen Webserver selbst zu betreiben.

Ein Server muss ständig erreichbar sein, eine schnelle Anbindung haben und gegen Stromausfälle abgesichert sein. Zu Hause ist das schwer zu garantieren. Fällt dein Internet aus, ist deine Seite weg. Deshalb mieten die meisten Betreiber Platz auf einem Webserver bei einem Anbieter. Dort steht der Computer in einem Rechenzentrum mit Notstrom, Kühlung und schneller Leitung. Du lädst nur deine Dateien hoch und der Anbieter kümmert sich um den Rest. Für eine Bildergalerie oder eine normale Webseite ist das der bequemste und günstigste Weg, und du musst dich nicht um Wartung oder Sicherheit der Hardware sorgen. Erst wenn eine Seite sehr viele Besucher bekommt, lohnt sich ein eigener, leistungsfähigerer Server.

Häufige Fragen

Beim Webserver geht es oft darum, was bei einem Seitenaufruf wirklich passiert und welche Software dahintersteckt.

Was passiert serverseitig, wenn ich eine Galerie-Seite aufrufe?

Der Browser fragt per DNS den zuständigen Server ab und schickt eine HTTP-Anfrage. Bei einer dynamischen Galerie führt der Server das PHP-Script aus, das die Datenbank abfragt und daraus die HTML-Seite baut. Diese fertige Seite schickt der Server zurück, der Browser zeigt sie an und lädt die Bilder nach.

Welche Software läuft auf einem Webserver?

Auf dem physischen Computer im Rechenzentrum läuft eine Server-Software wie Apache oder Nginx. Sie nimmt die Anfragen der Browser entgegen und schickt die passende Antwort zurück. Bei dynamischen Seiten arbeitet sie mit PHP und einer Datenbank zusammen.

Was ist der Unterschied zwischen statischen und dynamischen Seiten?

Eine statische Seite ist eine fertige Datei, die der Server unverändert ausliefert. Eine dynamische Seite baut der Server erst im Moment des Aufrufs zusammen. Ein Galerie-Script ist dynamisch: Es fragt die Datenbank ab und erzeugt das HTML jedes Mal neu.

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