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| Was ist ein Webserver? Einfach erklärt für Laien
Wer seine Fotos ins Netz stellt, legt sie am Ende auf einen Rechner, den er nie zu Gesicht bekommt. Auf diesem Rechner läuft ein Programm, das den ganzen Tag nichts anderes tut, als auf Anfragen zu warten und Dateien herauszugeben: der Webserver. Für Sie als Betreiber einer Bildergalerie ist er so etwas wie der Pförtner Ihres Webspace. Er entscheidet bei jeder Anfrage, ob er eine Datei einfach herausgibt, ob er sie erst an ein Programm weiterreicht, das daraus eine Seite baut, oder ob er die Tür ganz zu lässt.
Ein Galeriebesuch aus Sicht des WebserversAngenommen, Ihre Tante öffnet auf dem Handy die Adresse Ihrer Galerie, etwa
Danach liest der Browser das HTML und stellt fest, dass er noch Stylesheets, Skripte und Bilder braucht. Für jede dieser Dateien wiederholt er die Schritte drei bis fünf, meist über die schon offene Verbindung. Eine einzige Galerieseite besteht deshalb aus Dutzenden kurzer Wechselgespräche nach den Regeln von HTTP. Rechner oder Programm: zwei Bedeutungen eines WortsDas Wort Webserver steht für zwei Dinge, und in Angeboten von Webhostern geht das gern durcheinander. Mal ist der Rechner im Rechenzentrum gemeint, mal die Software, die darauf die Anfragen beantwortet. Den Rechner teilen Sie beim üblichen Webspace mit vielen anderen Kunden, Sie sehen davon nur Ihren eigenen Ordner. Für Ihre Galerie ist deshalb die Software die wichtigere Hälfte, denn sie bestimmt, welche Konfigurationsdateien wirken und wie Fehler aussehen. Beim Webspace begegnen Ihnen vor allem drei Programme:
Welche Software bei Ihnen läuft, verrät manchmal schon die Fehlerseite einer falschen Adresse. Sicherer ist ein Blick in die Entwicklerwerkzeuge des Browsers: Unter „Netzwerk“ steht bei vielen Antworten eine Kopfzeile „Server“. Manche Anbieter blenden sie aus Sicherheitsgründen aus, dann hilft eine kurze Frage an den Support oder die Leistungsbeschreibung Ihres Tarifs. Einen Webserver auf einem alten Laptop zu Hause zu betreiben, ist zum Ausprobieren lehrreich, für eine öffentliche Galerie aber ungeeignet: Private Anschlüsse wechseln oft die IP-Adresse, und der Upload, über den Ihre Besucher die Fotos bekommen, ist meist nur ein Bruchteil des Downloads. Fast alle Galeriebetreiber mieten deshalb gewöhnlichen Webspace, auf dem der Anbieter die Serversoftware pflegt. Ein eigener Root-Server lohnt sich erst, wenn Sie Einstellungen brauchen, die Ihr Tarif nicht freigibt, und Sie bereit sind, Updates und Fehlerprotokolle selbst im Blick zu behalten. Fertige Datei oder frisch gebaute SeiteEin Webserver erledigt zwei sehr verschiedene Arten von Arbeit. Liegt eine Datei fertig auf der Platte, ein JPEG, ein Stylesheet, eine HTML-Datei, liest er sie und schickt sie los. Das kostet kaum Rechenzeit und gelingt auch auf einfachem Webspace sehr schnell. Endet der Pfad dagegen auf Daraus folgt eine einfache Faustregel für die Galerie. Was für jeden Besucher gleich aussieht und sich selten ändert, sollte als Datei vorliegen. Was sich ändert, sobald Sie in der Verwaltung etwas hochladen oder umbenennen, kommt aus PHP. Eine gut gebaute Galerie hält den dynamischen Teil so klein wie möglich. Wie klein er beim Bildergalerie-Script ausfällt, zeigt der Abschnitt weiter unten an einem durchgezählten Beispiel. An der Übergabe an PHP lauert eine Stolperfalle. Anleitungen im Netz empfehlen oft, PHP-Grenzen wie die erlaubte Dateigröße mit einer Was der Webserver beim Bildergalerie-Script erledigtAm Bildergalerie-Script lässt sich gut nachzählen, welche Arbeit der Webserver bei einem einzigen Klick übernimmt. Ein Besucher öffnet die Adresse
Nur eine von rund 48 Anfragen braucht also PHP und Datenbank. Den großen Rest liefert der Server als fertige Dateien aus, weil die Galerie Vorschaubilder einmal erzeugt und danach in Eine dritte Sorte Anfrage kommt gar nicht erst durch: Ruft jemand gezielt Was die Galerie beim Webhoster voraussetztDas Script läuft mit Apache und mit nginx, empfohlen ist Apache. Außerdem braucht es PHP 8.2 bis 8.5 mit den Erweiterungen GD, mysqli und mbstring sowie MySQL ab 5.7 oder MariaDB ab 10.2. Das bietet gewöhnlicher Webspace für wenige Euro im Monat. Im Download liegen Beim Hochladen redet der Webserver ebenfalls mit. Neben den PHP-Grenzen kann er die Größe einer Anfrage selbst begrenzen. Ist diese Grenze kleiner als Ihre Fotos, bricht der Upload mit dem Fehler 413 ab, und dann hilft nur der Webhoster. Wer sehen will, wie das alles zusammenspielt, kann das Script kostenlos herunterladen und auf dem eigenen Webspace installieren. Was der Webserver nebenbei für Sie erledigtNeben dem Ausliefern und Sperren übernimmt der Webserver Aufgaben, die man als Galeriebetreiber erst bemerkt, wenn man sie braucht. Eingestellt werden sie nicht in der Galerie, sondern im Kundenmenü Ihres Webhosters oder in der
Häufige FragenBeim Webserver geht es oft darum, was bei einem Seitenaufruf wirklich passiert und welche Software dahintersteckt. Was passiert serverseitig, wenn ich eine Galerie-Seite aufrufe?Zuerst klärt Ihr Gerät per DNS, welcher Rechner zur Adresse gehört, dann schickt es ihm die Anfrage. Der Webserver sieht an der Endung Welche Software läuft auf einem Webserver?Das eigentliche Serverprogramm ist meist Apache, nginx oder LiteSpeed. Für eine Galerie kommen PHP als Skriptsprache und eine Datenbank wie MySQL oder MariaDB dazu, darunter läuft fast immer Linux. Beim gemieteten Webspace kümmert sich der Anbieter um all das. Sie wählen im Kundenmenü höchstens die PHP-Version und legen Datenbanken an. Was ist der Unterschied zwischen statischen und dynamischen Seiten?Statisch heißt: Die Datei liegt genau so auf dem Server, wie sie beim Besucher ankommt, etwa ein Foto oder ein Stylesheet. Dynamisch heißt: Die Seite entsteht erst beim Aufruf, weil ein Programm sie aus Daten zusammensetzt. Eine Galerie mit Verwaltung braucht beides. Die Übersicht ist dynamisch, damit neue Fotos sofort erscheinen, die Bilder selbst sind statisch. Kann ich sehen, welche Fotos meiner Galerie am häufigsten aufgerufen werden?Nicht in der Galerie selbst, denn das Bildergalerie-Script hat keine Besucherstatistik. Die Antwort steht aber im Zugriffsprotokoll des Webservers, das die meisten Webhoster im Kundenmenü bereitstellen. Suchen Sie dort nach den Dateinamen Ihrer Fotos im Ordner Braucht das Bildergalerie-Script einen bestimmten Webserver?Empfohlen ist Apache oder ein kompatibler Server wie LiteSpeed, weil diese die mitgelieferten .htaccess-Dateien auswerten, die interne Ordner sperren. Mit nginx funktioniert die Galerie ebenfalls, Umschreibregeln braucht sie nicht. Die Sperren für cache/, class/, inc/ und tpl/ sowie für Skripte im Ordner bilder/ müssen dort aber in der Serverkonfiguration stehen. Verwandte ThemenWer verstehen will, wie der Server eine Galerie ausliefert, findet in diesen Themen die nächsten Bausteine. | |||||||||||||||||||||||||||