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| Was ist ein Backup? Einfach erklärt
Montagmorgen, eine Mail vom Webhoster: Auf dem Server, auf dem Ihre Galerie liegt, ist am Wochenende ein Speichersystem ausgefallen. Ob Sie danach eine Stunde Arbeit haben oder alles neu aufbauen müssen, entscheidet sich nicht an diesem Montag, sondern Wochen vorher. Ein Backup ist eine Kopie Ihrer Daten, die zwei Bedingungen erfüllt: Sie liegt getrennt vom Original, und sie hält einen bestimmten Zeitpunkt fest. Fehlt eine der beiden, haben Sie zwar eine Kopie, aber keine Sicherung, die Sie im Ernstfall rettet.
Ein Backup ist eine eingefrorene KopieViele Betreiber glauben, sie hätten längst ein Backup, weil ihre Fotos zusätzlich in einem Cloud-Ordner liegen oder weil der Hoster mit gespiegelten Festplatten wirbt. Beides schützt vor einem Hardwaredefekt, aber nicht vor dem häufigsten Fall, nämlich einem Fehler, den jemand macht. Ein gespiegelter oder synchronisierter Ordner führt jede Änderung sofort nach. Löschen Sie auf dem Webspace versehentlich ein Foto, ist es Sekunden später auch in der Kopie verschwunden. Ein Backup dagegen friert einen Stand ein und lässt ihn liegen, auch wenn sich das Original danach ändert. Daraus folgt, dass ein einzelner Stand selten genügt. Läuft die Sicherung jede Nacht und überschreibt dabei die vorige, enthält sie am Freitag schon den Fehler vom Donnerstag. Erst mehrere Stände nebeneinander, etwa die der letzten vier Wochen, geben Ihnen die Wahl, zu welchem Zeitpunkt Sie zurückkehren. Das Diagramm spielt den Unterschied an einem gelöschten Foto durch, mit nächtlichen Ständen vom Sonntag, dem 1., bis zum Freitag, dem 6.: Wovor ein Backup Ihre Galerie bewahrtFür eine Bildergalerie lassen sich die Ernstfälle ziemlich genau benennen. Die meisten haben mit Technik wenig zu tun:
Der dritte Punkt zeigt, warum ältere Stände so wertvoll sind. Ein Angriff fällt oft erst nach Tagen auf. Wer dann nur die Sicherung von letzter Nacht hat, spielt die veränderten Dateien gleich mit zurück. Rechnen Sie Ihr Backup einmal durchWie oft und wie lange Sie sichern, ist vor allem eine Frage von Platz und Zeit. Nehmen wir eine Galerie mit 300 Fotos von durchschnittlich 2,5 MB. Der Bilderordner ist damit rund 750 MB groß, die Datenbank daneben ist winzig. Wer jeden Tag den kompletten Bilderordner sichert und 30 Tage aufbewahrt, braucht über 22 GB, obwohl sich in den meisten Wochen nur ein paar neue Fotos ändern. Sinnvoller ist eine Aufteilung: die kleine Datenbank häufig, die großen Bilder seltener oder immer direkt nach einem Upload. Die Größe täuscht allerdings über den Wert. Haben Sie zu jedem der 300 Fotos eine Beschreibung geschrieben und dafür je zwei Minuten gebraucht, stecken in der kleinen Datenbank rund zehn Stunden Arbeit. Die Fotos haben Sie im besten Fall noch auf Festplatte oder Handy, die Texte gibt es nur in der Datenbank. Gemessen an der Arbeit ist die Datenbank also der wertvollere Teil, gemessen in Megabyte der unscheinbarste. Auch die Zeit lässt sich abschätzen. Bei einem Download von 50 MBit/s ist der Bilderordner in gut zwei Minuten auf Ihrem Rechner. Zurück auf den Server geht es meist langsamer, weil viele Anschlüsse beim Hochladen nur 10 MBit/s schaffen. Dann dauert dieselbe Menge etwa zehn Minuten, per FTP mit Hunderten einzelner Dateien oft spürbar länger. Diese Zeit sollten Sie im Kopf haben, bevor Sie an einem Abend mit Zeitdruck zurückspielen müssen. Aus Platz, Zeit und Arbeit ergibt sich, wie oft sich ein Backup lohnt:
Drei Kopien, zwei Speicher, ein anderer OrtEine gut merkbare Faustregel für Backups heißt 3-2-1. Für eine private Galerie sieht sie ganz unspektakulär aus: Die erste Kopie ist die Galerie selbst auf dem Webspace. Die zweite liegt auf Ihrem Rechner, weil Sie die Sicherung dorthin herunterladen. Die dritte wandert regelmäßig auf eine externe Festplatte, die nicht dauerhaft angeschlossen ist, oder zu einem zweiten Anbieter. Fällt der Server aus, haben Sie Ihren Rechner. Fängt sich Ihr Rechner Schadsoftware ein, die angeschlossene Laufwerke verschlüsselt, bleibt die abgezogene Festplatte unberührt. Viele Webhoster sichern ihre Server zusätzlich selbst. Darauf zu bauen ist bequem, aber fragen Sie nach, wie viele Tage diese Sicherungen zurückreichen, ob Sie einzelne Ordner zurückholen können und ob das Geld kostet. Ein Backup beim Hoster ist eine gute Ergänzung, ersetzt aber nicht die Kopie, über die Sie selbst verfügen. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurdeOb eine Sicherung taugt, zeigt sich erst beim Zurückspielen, und dann ist es zu spät für Korrekturen. Spielen Sie deshalb einmal im Jahr einen Stand in eine Testumgebung auf Ihrem Rechner zurück. Dabei fallen typische Fehler sofort auf: Ein Datenbank-Export, der nur die Tabellenstruktur enthält und keine Zeilen. Umlaute in Beschreibungen, die nach dem Import als seltsame Zeichenfolgen erscheinen. Oder ein heruntergeladener Bilderordner, in dem nur die kleinen Vorschaubilder liegen, weil beim Download der falsche Ordner erwischt wurde. Jeder dieser Fehler kostet beim Test eine halbe Stunde, im Ernstfall die ganze Galerie. Ein Backup für das Bildergalerie-ScriptDas Bildergalerie-Script trennt Bilder und Wissen über die Bilder: Die Fotos liegen als Dateien im Ordner Die Beschreibungen, im Script bis zu 500 Zeichen je Bild, dienen in der großen Ansicht als Bildunterschrift und zugleich als Praxisfall: Datenbank zurück, Bilder noch nicht daWas passiert, wenn die Datenbank schon eingespielt ist, das FTP-Programm die Bilder aber noch hochlädt, hängt von der Version ab. Seit Version 3.15 bleiben Einträge ohne Bilddatei stehen: Die Galerie überspringt sie, und unter „Bilder verwalten“ erscheinen sie als Karte „Datei fehlt“. Sobald die Datei wieder im Kategorieordner liegt, ist das Bild samt Beschreibung zurück. Bis Version 3.14 hielt die Galerie solche Einträge dagegen für verwaist und löschte sie samt Beschreibung, sobald jemand die Galerie oder „Bilder verwalten“ aufrief. Wer mit einer älteren Version neugierig nachschaute, während der Upload noch lief, verlor genau die Texte, die er retten wollte. Die Reihenfolge aus dem Diagramm ist deshalb in jeder Version die sichere: erst Waren Sie während der Wiederherstellung in der Verwaltung angemeldet, kann die Meldung „Ihre Sitzung ist nicht mehr gültig. Bitte melden Sie sich erneut an.“ erscheinen. Das passiert, wenn Ihr Konto in der eingespielten Tabelle Die Vorschaubilder und Anzeigekopien im Ordner Häufige FragenSobald klar ist, wozu ein Backup gut ist, drehen sich die nächsten Fragen meist um Rhythmus, Speicherort und den konkreten Ablauf bei einer Bildergalerie. Wie oft sollte ich sichern?Fragen Sie sich, wie viel Arbeit Sie im schlimmsten Fall wiederholen möchten. Wer nur an einem Abend im Monat neue Fotos einstellt, sichert direkt danach und ist damit vollständig. Wer jeden Tag Beschreibungen schreibt, sollte die Datenbank auch täglich sichern, weil sie klein ist und ein verlorener Tag sonst echte Arbeit kostet. Vor jedem Update kommt immer ein zusätzlicher Stand dazu. Wohin gehört das Backup?Mindestens an einen Ort, der mit dem Server nichts zu tun hat, also auf Ihren Rechner. Eine zweite Kopie auf einer externen Festplatte, die Sie nach dem Kopieren wieder abziehen, schützt zusätzlich vor Schadsoftware auf dem PC. Ein Ordner auf demselben Webspace ist kein Backup, und für Kopien von Was muss ich bei einer Bildergalerie konkret sichern?Die Datenbank als SQL-Export aus phpMyAdmin, den Ordner Unter „Bilder verwalten“ steht „Datei fehlt“. Was nun?Der Eintrag samt Beschreibung ist in der Datenbank, die Bilddatei aber nicht im Kategorieordner, etwa weil ein FTP-Upload abgebrochen ist. Laden Sie die Datei unter demselben Namen aus dem Backup in den Ordner, dann erscheint das Bild wieder. Brauchen Sie es nicht mehr, löschen Sie den Eintrag auf dieser Karte. Bis Version 3.14 löschte die Galerie solche Einträge selbst; fehlen dort nach dem Zurückspielen Beschreibungen, spielen Sie erst die Bilder und dann noch einmal die Datenbank aus dem Backup ein. Verwandte ThemenWie eine Sicherung in der Praxis abläuft und welche Bausteine einer Galerie dabei zusammenspielen, lesen Sie hier: | |||||||||||||||