Was ein Album in einer Bildergalerie leistet

 

Nach zwei Wochen Urlaub liegen schnell 400 Fotos auf dem Rechner, dazu die Bilder vom Gartenfest und vom Umzug im Frühjahr. Stellt man alles auf eine einzige Seite, findet später niemand mehr das Foto vom Leuchtturm. Ein Album in einer Bildergalerie hält die Aufnahmen eines Anlasses unter einem Namen zusammen. Besucher wählen zuerst das Album und sehen danach nur dessen Bilder. Für Sie als Betreiber ist das Album die Einheit, in der Sie hochladen, beschriften und irgendwann auch wieder aufräumen.

Illustration eines Albums in einer Bildergalerie als geordnete Sammlung von Bildern eines Anlasses

Wie ein Album in einer Bildergalerie aufgebaut ist

Auf der Startseite ist ein Album zunächst nur eine Kachel: ein Bild, ein Name, vielleicht eine Zeile Text und die Zahl der Fotos. Auf dieser kleinen Fläche entscheidet der Besucher, ob er klickt. Erst danach öffnet sich die zweite Ebene mit allen Vorschaubildern des Anlasses, und ein weiterer Klick zeigt ein einzelnes Foto groß. Jede Stufe lädt nur das, was der Besucher gerade braucht.

Wie viel ein Album in einer Bildergalerie beim Laden spart, zeigt eine mittelgroße Familiengalerie: 12 Alben mit je 40 Fotos, zusammen 480 Bilder, für ein Vorschaubild rund 15 KB. Ohne Alben stünden alle 480 Vorschauen auf der Startseite, gut 7 MB. Mit Alben lädt sie 12 Titelbilder, also etwa 180 KB, und erst die Seite eines Albums holt dessen 40 Vorschauen mit rund 600 KB. Wichtiger als die Ladezeit ist aber die Übersicht: Auf einer Seite mit 480 Bildern findet niemand das Gesuchte.

Wo ein Album endet

Wie viele Fotos in ein Album gehören, ist keine technische, sondern eine redaktionelle Frage: Was gehört zusammen? Diese Faustregeln haben sich bewährt:

  • Eine Reise ist ein Album: Zwei Wochen Portugal mit drei Städten passen zusammen, solange die Auswahl überschaubar bleibt. Werden es mehr als etwa 150 Fotos, teilen Sie besser nach Etappen, etwa „Portugal 2025 Lissabon“ und „Portugal 2025 Algarve“.
  • Ein Tag, ein Fest: Hochzeit, Konfirmation oder Sommerfest des Vereins haben einen klaren Anfang und ein klares Ende. Das macht sie zu idealen Alben.
  • Wiederkehrendes nach Jahren trennen: Das Turnier, das jeden Sommer stattfindet, bekommt jedes Jahr ein neues Album. Ein Album, das seit 2019 immer weiter wächst, wird irgendwann unbenutzbar.
  • Motive ohne Datum: Produktfotos, Makroaufnahmen oder Bilder Ihrer Werkstücke ordnen Sie nach Reihe oder Motiv, weil hier der Anlass fehlt.
  • Kein Sammelbecken: Alben wie „Sonstiges“ oder „Neu“ füllen sich mit allem, was nirgends passt, und niemand öffnet sie gern.

Bei Zweifeln hilft ein einfacher Test: Lässt sich der Inhalt in einem kurzen Satz beschreiben, ohne „und außerdem“ zu sagen? Dann ist es ein Album. Brauchen Sie zwei Sätze für zwei verschiedene Ereignisse, sind es zwei. Umgekehrt braucht nicht jede Galerie Alben: Bei insgesamt 20 Fotos ist eine einzige Seite übersichtlicher als vier Alben mit je fünf Bildern. Die Aufteilung lohnt sich, sobald Besucher scrollen müssen, um das Ende der Seite zu finden.

Album, Kategorie, Ordner: ein Prinzip, viele Namen

Galerieprogramme benennen diese Einheit unterschiedlich. Was das eine „Album“ nennt, heißt im nächsten „Kategorie“ oder „Ordner“. Welches Wort ein Programm auch wählt, ein Album in einer Bildergalerie funktioniert fast immer gleich: Es ist ein Behälter, und jedes Foto liegt in genau einem davon. Größere Programme setzen manchmal Oberbegriffe wie „Reisen“ darüber oder hängen Schlagwörter wie „Hund“ an Fotos aus beliebig vielen Alben. Eine Familien- oder Vereinsgalerie mit einigen Dutzend Alben braucht beides selten.

Name und Titelbild entscheiden über den Klick

Ob jemand ein Album öffnet, entscheiden Name und Titelbild, oft auf einem schmalen Handybildschirm. Gute Namen nennen Anlass und Jahr in drei, vier Wörtern: „Gartenfest 2025“, „Umbau Küche 2024“, „Herbstwanderung Rennsteig 2025“. „Bilder 1“ und „Bilder 2“ sagen nichts, ein bloßes Datum wie „12.07.2025“ zwingt zum Raten, und lange Namen brechen auf der Kachel in drei Zeilen um.

Beim Titelbild hilft ein kurzer Blick auf die Serie: Das erste Foto ist selten das beste, oft ist es ein Testbild oder ein schiefer Schnappschuss vom Parkplatz. Zeigen Sie das Motiv, das den Anlass auf einen Blick erklärt, also das Brautpaar, den Gipfel oder das fertige Möbelstück. Wirken mehrere Kacheln dunkel oder beliebig, liegt es fast immer am Titelbild und nicht am Inhalt.

Teilen und Aufräumen pro Album

Alben erleichtern auch das Aufräumen. Sollen die Fotos vom Kindergeburtstag nach zwei Jahren aus dem Netz, entfernen Sie ein Album statt 60 einzelner Bilder. Bittet jemand darum, Aufnahmen von sich zu entfernen, wissen Sie dank klarer Alben schnell, wo Sie suchen müssen.

Beim Teilen hilft die Einteilung ebenfalls. Die Großeltern bekommen die Adresse des Geburtstagsalbums und landen direkt bei den Fotos, um die es geht. Verbergen lässt sich der Rest damit allerdings nicht. Eine Galerie ohne Zugangsschutz, wie das Bildergalerie-Script, zeigt jedes Album mit Bildern allen Besuchern, und der Link zur Übersicht auf jeder Albumseite führt mit einem Klick zu allen anderen. Was nicht jeder sehen soll, gehört deshalb nicht in die öffentliche Galerie.

So sieht ein Album im Bildergalerie-Script aus

Was anderswo ein Album in einer Bildergalerie ist, heißt im Bildergalerie-Script „Kategorie“. Jede Kategorie ist eine eigene Seite mit einer festen Adresse wie bildergalerie.php?kid=3 und hat auf dem Server einen eigenen Ordner unter bilder/. Angelegt wird sie in der Verwaltung unter „Kategorie anlegen“ mit drei Pflichtfeldern: „Name der Kategorie“ (erscheint als Überschrift), „Beschreibung“ (steht über den Bildern) und „Ordnername“. Den Ordnernamen schlägt die Seite beim Tippen vor, aus „Thüringer Wald“ wird thueringer-wald. Danach meldet die Galerie zum Beispiel: „Die Kategorie „Sommerurlaub 2024“ wurde angelegt. Ihre Bilder liegen im Ordner bilder/sommerurlaub-2024/.“

Begriff aus diesem ArtikelIm Bildergalerie-Script
AlbumKategorie mit eigener Seite und eigenem Ordner
Titelbilddas Vorschaubild des ersten hochgeladenen Bildes
KurzbeschreibungAnfang der Kategoriebeschreibung, ab Werk 75 Zeichen (einstellbar 1 bis 1000); längere Texte enden mit „…“
Oberbegriff über mehreren Albengibt es nicht, Unterkategorien sind nicht vorgesehen
Schlagwortgibt es nicht, ebenso keine Suche; jedes Bild gehört zu genau einer Kategorie
Bilder ohne Album„Hauptverzeichnis“ beim Hochladen, die Bilder stehen oben auf der Startseite

Ein Besucher erreicht ein einzelnes Foto in drei Schritten:

  1. Die Startseite zeigt jede Kategorie als Kachel mit Titelbild, Name, Kurztext, dem Link „Bilder anzeigen...“ und der Anzahl wie „40 Bilder“. Kategorien ohne Bilder blendet die Galerie ab Werk aus, das ändern Sie unter „Einstellungen“ mit „Leere Kategorien anzeigen“.
  2. Ein Klick auf die Kachel öffnet die Kategorieseite: oben der Name, darunter der Pfad „Sie befinden sich: Bildergalerie-Übersicht » Lissabon 2026“, der Satz „Es sind 40 Bilder in der Kategorie „Lissabon 2026“.“ und die Beschreibung. Es folgen die Vorschaubilder, ab Werk höchstens 200 × 200 Pixel groß und zu zweit in einer Reihe. Wie viele nebeneinanderstehen, legt die Einstellung „Vorschaubilder pro Zeile“ fest (1 bis 20).
  3. Ein Klick auf ein Vorschaubild öffnet die große Ansicht in einer Lightbox, ab Werk mit höchstens 1024 × 1024 Pixeln. Ihre Pfeile blättern nur durch die Bilder der geöffneten Kategorie und zählen mit, etwa „Bild 7 von 40“. Zu den anderen Alben führt der Link „Bildergalerie-Übersicht“ zurück.

Das Diagramm zeigt oben diesen Weg und darunter, was der Browser dabei mit den Zahlen aus der Rechnung lädt: rund 180 KB für die Startseite, rund 600 KB für ein geöffnetes Album und rund 7 MB, wenn alle 480 Bilder ohne Alben auf der Startseite stünden.

Animiertes Diagramm: Startseite mit 12 Kacheln, Klick öffnet die Kategorie mit Vorschaubildern zu zweit je Reihe, dann die Lightbox mit Bild 7 von 40; darunter Balken mit 180 KB, 600 KB und 7 MB für alle 480 Bilder ohne Alben
Erst der Klick auf die Kachel lädt die 40 Vorschaubilder eines Albums. Lägen alle 480 Bilder ohne Alben auf der Startseite, müsste der Browser rund 7 MB laden.

Lazy Loading, bei dem der Browser nur die Bilder im sichtbaren Bereich holt, könnte diesen Unterschied verkleinern. Die Vorschaubilder einer Kategorieseite tragen im Script aber kein loading="lazy", der Browser lädt sie beim Öffnen alle. Eine Kategorie mit 40 Fotos ist deshalb flott, eine mit 300 Fotos spürbar langsamer, vor allem im Mobilfunknetz. Auch aus diesem Grund lohnt es sich, große Anlässe auf mehrere Kategorien zu verteilen.

Praxisfall: Gruppen und Reihenfolge ohne Unterkategorien

Das Script kennt keine Unterkategorien, die Kacheln stehen in der Reihenfolge, in der Sie die Kategorien angelegt haben, und umsortieren lassen sie sich nicht. Mit diesen Handgriffen bekommen Sie trotzdem eine geordnete Startseite:

  • Oberbegriff in den Namen: Statt „Reisen“ mit Unterkategorien legen Sie „Reise Italien 2025“ und „Reise Lissabon 2026“ an. Der gleiche Anfang macht die Kacheln als Gruppe erkennbar. Den Namen können Sie unter „Kategorie bearbeiten“ jederzeit anpassen, die Adresse mit ?kid= bleibt dabei gleich.
  • Reihenfolge vorab anlegen: Neue Kategorien landen immer hinten. Legen Sie deshalb im Januar „Sommerfest 2027“, „Vereinsfahrt 2027“ und „Weihnachtsfeier 2027“ in der gewünschten Folge an. Solange eine Kategorie leer ist, blendet die Startseite sie ab Werk aus. Mit dem ersten Bild erscheint sie an ihrem geplanten Platz.
  • Titelbild zuerst: Laden Sie das Foto, das auf der Kachel stehen soll, als erstes hoch. Löschen Sie es später, rückt das nächste nach.
  • Die ersten 75 Zeichen zählen: Die Kachel zeigt nur den Anfang der Beschreibung. Ein erster Satz wie „Zwei Tage Lissabon im Mai: Alfama, Belém und die Linie 28.“ hat 58 Zeichen und bleibt vollständig lesbar, auch wenn der Rest gekürzt wird.

Beim Ordnernamen zahlt sich Beständigkeit aus. Ändern Sie ihn später unter „Kategorie bearbeiten“, ändern sich die Adressen aller Bilder, und Links auf einzelne Bilder in Foren oder E-Mails zeigen ins Leere. Die Seite warnt davor mit „Achtung: Ändern Sie den Ordnernamen, ändern sich die Adressen aller Bilder dieser Kategorie.“ Beim Löschen fragt sie nach, etwa „Kategorie „Herbst“ mit 4 Bildern löschen?“, und entfernt nach „Ja, Kategorie löschen“ den Ordner samt allen Bildern. Sichern Sie Fotos, die Sie behalten möchten, vorher per FTP. Wer seine eigenen Fotos so ordnen möchte, kann das Bildergalerie-Script kostenlos herunterladen und die erste Kategorie in wenigen Minuten anlegen.

Häufige Fragen

Wer zum ersten Mal ein Album in einer Bildergalerie anlegt, fragt meist nach Abgrenzung, Namen und Größe.

Was ist der Unterschied zwischen einem Album und einer Kategorie?

Das hängt vom Programm ab. Meist ist das Album der Behälter für einen Anlass, etwa „Gartenfest 2025“, und eine Kategorie ein Oberbegriff wie „Feste“, unter dem mehrere Alben liegen. Manche Programme, darunter das Bildergalerie-Script, kennen nur eine Ebene und nennen sie Kategorie. Dort ist die Kategorie selbst das Album.

Wie benenne ich ein Album sinnvoll?

Nennen Sie Anlass und Jahr in drei, vier Wörtern, etwa „Umbau Küche 2024“. Vermeiden Sie Namen wie „Bilder 2“ oder ein bloßes Datum. Prüfen Sie den Namen auf dem Handy: Bricht er auf der Kachel in mehr als zwei Zeilen um, ist er zu lang.

Wie viele Fotos passen sinnvoll in ein Album?

Eine feste Obergrenze gibt es nicht, entscheidend ist der Anlass. Ab etwa 150 Fotos lohnt sich die Frage, ob sich das Album teilen lässt, zum Beispiel nach Tagen oder Etappen einer Reise. Im Bildergalerie-Script stehen alle Bilder einer Kategorie auf einer Seite, in der Reihenfolge des Hochladens. Laden Sie die Fotos deshalb in der Reihenfolge hoch, in der Besucher sie sehen sollen.

Kann ich im Bildergalerie-Script das Titelbild einer Kategorie selbst auswählen?

Nicht direkt. Die Kachel zeigt immer das Vorschaubild des ersten Bildes der Kategorie. Laden Sie das gewünschte Foto deshalb als erstes hoch. Steht schon ein anderes Bild an erster Stelle, löschen Sie es unter „Bilder verwalten“ und laden es danach erneut hoch. Es rückt dann ans Ende, und das nächste Bild wird zum Titelbild. Notieren Sie vorher die Bildbeschreibung, sie wird mit gelöscht.

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