Strukturierte Daten für Bilder: Schema.org verständlich erklärt

 

Wenn Sie ein Foto auf Ihre Website stellen, sieht ein Mensch sofort, was darauf zu sehen ist. Eine Suchmaschine sieht zunächst nur eine Datei mit einem Namen und ein paar technischen Eckdaten. Strukturierte Daten für Bilder sind zusätzliche Angaben im Quelltext, die einer Maschine in einer festen, vereinbarten Form mitteilen, worum es bei einem Bild geht und in welchem Zusammenhang es steht. Sie schließen damit die Lücke zwischen dem, was Sie sehen, und dem, was die Suchmaschine versteht.

Strukturierte Daten für Bilder: Schema.org verständlich erklärt: Eine Landschaftsfoto-Karte mit Verbindungslinien zu einer Box mit beschrifteten Eigen

Was strukturierte Daten genau bedeuten

Gemeint ist eine Art Etikett, das nach festen Regeln aufgebaut ist. Statt freier Sätze stehen dort klar benannte Felder: Titel, Beschreibung, Urheber, Lizenz, Aufnahmedatum. Weil das Format vorher festgelegt wurde, kann eine Suchmaschine die Felder verlässlich auslesen, ohne aus dem umgebenden Text raten zu müssen. Das macht die Angaben eindeutig und vergleichbar, egal von welcher Website sie stammen.

Diese Etiketten folgen einem gemeinsamen Vokabular namens Schema.org. Es wurde von den großen Suchmaschinen gemeinsam abgestimmt, damit alle dieselben Begriffe verwenden. Ein Bild bekommt darin zum Beispiel den Typ ImageObject zugewiesen, und unter diesem Typ hängen die einzelnen Angaben wie an einem Karteikasten. So weiß jede Suchmaschine, dass es sich um ein Bild handelt und welche Eigenschaft welche Bedeutung hat.

Schema.org am Beispiel eines Bildes

Die Felder lassen sich gut an einem konkreten Foto zeigen. Stellen Sie sich ein Bild aus einer Reisegalerie vor, das einen Hafen am Abend zeigt. Die folgende Tabelle nennt typische Angaben und erklärt, wofür sie da sind und was Sie dort eintragen würden.

FeldBeispielwertWofür es dient
nameSonnenuntergang am Hafenkurzer Titel des Bildes
descriptionAbendstimmung mit Fischerbootenerklärt den Inhalt in einem Satz
contentUrldie Adresse der Bilddateizeigt, wo das Bild liegt
creatorName des Fotografennennt den Urheber
licenseLink zur Lizenzklärt die Nutzungsrechte

Solche Angaben werden meist als kleiner Datenblock im Format JSON-LD in die Seite geschrieben. Besucher sehen davon nichts, denn der Block steht unsichtbar im Quelltext. Die Suchmaschine liest ihn jedoch mit und ordnet das Bild anhand der Felder ein. Sie müssen das Format nicht von Hand schreiben, viele Programme erzeugen es für Sie.

Was Ihnen das bringt

Gut beschriebene Bilder haben es leichter, in der Bildersuche aufzutauchen, weil die Suchmaschine ihren Inhalt sicher zuordnen kann. Manche Angaben erscheinen direkt neben dem Suchergebnis, etwa ein Hinweis auf die Lizenz oder der Name des Urhebers. Das schafft Klarheit und kann mehr passende Besucher auf Ihre Galerie bringen, weil die Treffer besser zur Suche passen.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Bilder werden in der Suche richtig eingeordnet statt nur als anonyme Datei behandelt.
  • Urheber und Lizenz sind eindeutig hinterlegt und für jeden nachvollziehbar.
  • Die hinterlegte Beschreibung hilft auch Menschen, die einen Vorlesedienst nutzen.
  • Eine ganze Galerie kann viele Bilder mit gleichbleibender Qualität auszeichnen.

Worauf Einsteiger achten sollten

Die Angaben müssen zum Bild passen. Ein Titel, der etwas anderes verspricht als das Foto zeigt, schadet mehr, als er nützt, und kann von der Suchmaschine als Täuschung gewertet werden. Füllen Sie nur Felder, die Sie ehrlich beantworten können, und lassen Sie den Rest einfach weg. Lieber wenige korrekte Angaben als viele erfundene. Viele Galerie-Scripte erzeugen die strukturierten Daten ohnehin automatisch aus den Inhalten, die Sie pro Bild eintragen, also aus Titel, Beschreibung und Lizenz. Sie pflegen damit nur die Inhalte in verständlichen Formularfeldern, und das Script kümmert sich im Hintergrund um die technisch korrekte Form. So profitieren Sie von strukturierten Daten, ohne den Quelltext jemals selbst anfassen zu müssen.

Häufige Fragen

Wenn du strukturierte Daten zum ersten Mal einsetzt, helfen ein paar gezielte Antworten weiter:

In welchem Format werden strukturierte Daten für Bilder geschrieben?

Üblich ist JSON-LD, ein kleiner Datenblock im Quelltext mit dem Typ ImageObject aus dem Vokabular Schema.org. Darin stehen Felder wie name, contentUrl, creator und license, also Titel, Bildadresse, Urheber und Lizenz.

Muss ich JSON-LD von Hand schreiben?

Nein, viele Galerie-Scripte erzeugen den ImageObject-Block automatisch aus den Inhalten, die du pro Bild einträgst, also Titel, Beschreibung und Lizenz. Du pflegst nur die verständlichen Formularfelder, die technisch korrekte Form übernimmt das Script.

Wie prüfe ich, ob meine strukturierten Daten stimmen?

Dafür gibt es den kostenlosen Test für Rich-Suchergebnisse von Google, der den JSON-LD-Block einliest und Fehler meldet. Achte darauf, dass die Angaben ehrlich zum Bild passen, ein falscher Titel kann als Täuschung gewertet werden.

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