Was ist Open Source? Das Prinzip einfach erklärt

 

Open Source bedeutet, dass der Quellcode eines Programms offen einsehbar ist. Was ist Open Source einfach erklärt? Jeder darf nachlesen, wie die Software arbeitet, sie nutzen und in vielen Fällen auch verändern und weitergeben. Bei geschlossener Software bleibt dieser Code dagegen verborgen, und nur der Hersteller kann ihn ändern. Genau dieser offene Zugang ist der Kern des Begriffs.

Was ist Open Source einfach erklärt: offenes einsehbares Programm mit Gemeinschaft neben geschlossener Software

Was heißt Open Source Software?

Im Mittelpunkt steht der offene Quellcode: der von Menschen geschriebene Text, aus dem ein Programm entsteht; was das genau ist, erklärt der Beitrag Was ist ein Quelltext einfach erklärt. Liegt dieser Text offen, kann jeder Fachkundige prüfen, was die Software tatsächlich tut. Das schafft Vertrauen, weil sich versteckte Funktionen schwer verbergen lassen und Fehler früher auffallen.

Aus diesem offenen Zugang entsteht oft eine Community. Menschen aus aller Welt melden Fehler, schlagen Änderungen vor oder steuern selbst welche bei. So entwickelt sich ein Programm weiter, ohne dass eine einzelne Firma alles allein stemmen muss. Auch wenn ein ursprünglicher Entwickler aufhört, können andere das Projekt fortführen. Diese Unabhängigkeit von einer einzelnen Person ist einer der praktischen Vorteile der offenen Entwicklung.

Welche Freiheiten Lizenzen geben

Offen heißt nicht regellos. Eine Lizenz legt fest, was Sie mit der Software tun dürfen und unter welchen Bedingungen. Welche Lizenzen als quelloffen gelten, prüft die Open Source Initiative anhand einer festen Definition. Diese vier Freiheiten stehen bei Open Source meist im Mittelpunkt.

  • Die Freiheit, das Programm für jeden Zweck zu nutzen, privat wie geschäftlich.
  • Die Freiheit, den Quellcode zu studieren und zu verstehen.
  • Die Freiheit, das Programm an eigene Bedürfnisse anzupassen.
  • Die Freiheit, Kopien und eigene Versionen an andere weiterzugeben.

Welche dieser Freiheiten konkret gelten, hängt von der gewählten Lizenz ab. Manche verlangen, dass Änderungen ebenfalls offen bleiben, andere lassen Ihnen mehr Spielraum. Ein Blick in die Lizenz lohnt sich daher vor jedem Einsatz.

Gängige Lizenzen im Vergleich

Es gibt nicht die eine Open-Source-Lizenz, sondern mehrere mit unterschiedlichen Bedingungen. Die Tabelle nennt drei bekannte Beispiele und ihre jeweilige Grundregel.

LizenzKurznameGrundregel
GNU General Public LicenseGPLÄnderungen müssen offen bleiben
MIT-LizenzMITsehr frei, nur Namensnennung
Apache LicenseApachefrei mit Patenthinweis

Die Unterschiede klingen klein, wirken sich aber aus, sobald Sie Software weitergeben oder in ein eigenes Produkt einbauen. Für den reinen Eigengebrauch spielt die Wahl der Lizenz dagegen kaum eine Rolle.

Was Copyleft der GPL praktisch bedeutet

Hinter der GPL steckt eine Idee namens Copyleft. Sie kehrt das gewohnte Urheberrecht um: Statt das Weitergeben zu beschränken, schreibt sie vor, dass die Freiheit erhalten bleibt. Konkret heißt das: Sobald Sie ein GPL-Programm verändern und die neue Version weitergeben, müssen Sie Ihren geänderten Quellcode unter derselben Lizenz offenlegen. Wer ein quelloffenes Galerie-Script unter GPL anpasst und an Kunden verteilt, darf den eigenen Code also nicht verschließen.

Ein Beispiel macht es greifbar. Nehmen Sie ein quelloffenes CMS unter GPL, bauen ein eigenes Zusatzmodul ein und geben das Paket an Dritte weiter. Dann müssen Sie auch Ihr Modul offenlegen, weil das Copyleft auf alles fortwirkt, was Sie verteilen. Die freizügigere MIT-Lizenz verlangt das nicht; dort genügt es, den Namen des ursprünglichen Autors zu nennen. Solange Sie die Software nur selbst auf dem eigenen Server betreiben und nichts weitergeben, greift die Offenlegungspflicht ohnehin nicht.

Wer Open Source entwickelt und bezahlt

Das Bild vom Programmierer, der nachts allein an einem Projekt bastelt, stimmt nur für einen Teil des Feldes. Ein großer Anteil der bekannten Open-Source-Software entsteht heute in Unternehmen, die Entwickler dafür bezahlen. Das Betriebssystem Linux, die Datenbank PostgreSQL oder der Webserver Apache werden von Firmen mitgetragen, die diese Lösungen selbst einsetzen und deshalb ein Interesse an ihrer Pflege haben.

Das Geld verdienen diese Unternehmen nicht mit der Software, sondern daneben: mit Support, Schulungen, gehosteten Diensten oder Zusatzfunktionen für Großkunden. Für Sie als Anwender ändert das nichts an den Freiheiten, es erklärt aber, warum viele Projekte über Jahre verlässlich weiterentwickelt werden.

Daneben stehen die kleinen Projekte, die eine Handvoll Freiwilliger pflegt. Sie sind nicht schlechter, aber verletzlicher: Verliert ein solches Projekt seine Entwickler, bleibt die Entwicklung stehen. Wer offene Software für etwas Wichtiges einsetzt, sollte deshalb wissen, in welche der beiden Kategorien ein Projekt fällt.

Open Source und kostenlos sind nicht dasselbe

Ein häufiges Missverständnis ist, dass Open Source automatisch kostenlos heißt. Die beiden Wörter beschreiben verschiedene Dinge. Open Source sagt etwas über den offenen Zugang aus, kostenlos etwas über den Preis. In der Praxis ist viel quelloffene Software gratis erhältlich, doch es gibt auch Anbieter, die offenen Code mit bezahltem Service oder mit fertig eingerichteten Paketen verbinden.

Umgekehrt ist nicht jede kostenlose Software quelloffen. Manche Programme dürfen Sie ohne Bezahlung nutzen, ihr Innenleben bleibt aber verschlossen. Wer den feinen Unterschied kennt, lässt sich von Werbeworten weniger leicht in die Irre führen und schaut gezielt nach, ob der Code wirklich offen liegt.

Was Open Source im Alltag bringt

Quelloffene Lösungen begegnen Ihnen häufiger, als Sie vermuten. Der Browser Firefox gehört dazu, das Betriebssystem Linux, auf dem die meisten Webserver laufen, das Office-Paket LibreOffice, das Bildbearbeitungsprogramm GIMP und der Medienspieler VLC. Auch ein großer Teil des Internets läuft auf offener Software: Webserver, Datenbanken und die Programmiersprachen dahinter sind fast durchweg quelloffen. Für die eigene Webseite heißt das, dass Sie für viele Aufgaben eine offene Lösung finden, ohne lange zu suchen.

Oft fallen dabei keine Lizenzkosten an, was besonders für kleine Projekte und Vereine hilfreich ist. Bleibt die Community hinter einem Programm aktiv, erhalten Sie zudem regelmäßig Aktualisierungen und Sicherheitskorrekturen. Bei großen Projekten stehen dafür oft Unternehmen im Hintergrund, bei kleinen eine Handvoll Freiwilliger.

Mitmachen muss niemand, der eine quelloffene Software nur nutzen will. Sie laden das Programm herunter und verwenden es wie jedes andere, ohne je eine Datei zu öffnen. Der offene Code ist ein Angebot, kein Zwang. Wer aber möchte, kann Fehler melden oder Vorschläge einreichen und das Programm so mitgestalten.

Vor dem Einsatz lohnt ein Blick auf das Projekt selbst. Prüfen Sie, ob es noch gepflegt wird, wann die letzte Änderung erfolgte und wie viele Menschen daran mitarbeiten. Ein lebendiges Projekt mit aktueller Pflege ist eine gute Grundlage. Auch ein Bildergalerie-Script kann quelloffen sein und gibt Ihnen damit die Sicherheit, es jederzeit anzupassen und selbst zu betreiben. Unser kostenloses Bildergalerie-Script steht genau so bereit: mit offenem Quelltext, den Sie an Ihre eigenen Anforderungen anpassen dürfen.

Häufige Fragen

Rund um die Lizenzfrage tauchen immer wieder dieselben Unsicherheiten auf, deshalb hier die wichtigsten kurz beantwortet.

Darf ich Open-Source-Software kommerziell nutzen?

Ja, eine der vier Grundfreiheiten ist die Nutzung für jeden Zweck, privat wie geschäftlich. Welche Pflichten dabei gelten, regelt die jeweilige Lizenz, ein Blick hinein lohnt sich vor dem Einsatz.

Was bedeutet das Copyleft der GPL konkret?

Copyleft heißt: gibst du eine veränderte Version weiter, muss dein Code unter derselben offenen Lizenz bleiben. Bei einem quelloffenen Galerie-Script darfst du also Anpassungen vornehmen, eine veröffentlichte Abwandlung muss aber wieder offen sein.

Ist Open Source sicher?

Der offene Quellcode kann von jedem Fachkundigen geprüft werden, dadurch fallen Fehler und versteckte Funktionen früher auf. Sicherheit hängt aber auch davon ab, ob ein Projekt aktiv gepflegt wird und Updates erscheinen.

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Wer den Begriff Open Source verstanden hat, kommt schnell auf die Bausteine dahinter, vom Quelltext bis zum fertigen Script.