Querformat oder Hochformat: so entscheiden Sie richtig

 

Querformat oder Hochformat? Für die meisten Menschen ist das keine Entscheidung, sondern eine Gewohnheit: Am Handy wird hochkant fotografiert, mit der Kamera quer. Für eine eigene Bildergalerie lohnt es sich, diese Gewohnheit zu hinterfragen. Die Ausrichtung bestimmt, wie viel Bildschirmfläche ein Foto später bekommt, wie ruhig die Übersicht mit den Vorschaubildern aussieht und ob beim Zuschneiden etwas Wichtiges verloren geht. Diese Seite geht die Frage mit Zahlen aus dem Galeriealltag durch.

Querformat oder Hochformat: dasselbe Foto quer und hoch, im Vorschau-Rahmen 200 × 200 eingepasst zu 200 × 133 und 133 × 200 Pixel

Was das Motiv verlangt

Ob Querformat oder Hochformat passt, verrät zuerst das Motiv: In welche Richtung dehnt es sich aus? Stellen Sie sich ein Vereinsfest vor. Die Siegerehrung mit acht Leuten nebeneinander verlangt ein Querformat, sonst stehen die Äußeren halb außerhalb des Bildes oder alle werden winzig. Die dreistöckige Torte am Kuchenbuffet, der Fahnenträger oder der Kirchturm im Hintergrund wachsen nach oben und gehören hochkant fotografiert. Wer gegen das Motiv arbeitet, bekommt viel leeren Himmel oder viel leeren Boden ins Bild, und genau diese Flächen machen ein Foto in der kleinen Vorschau unlesbar.

Schwieriger sind Motive, die beides zulassen, etwa ein Porträt mit Umgebung oder ein Blumenbeet. Hier hilft eine zweite Frage: Was soll der Betrachter zuerst sehen? Ein Hochformat lenkt den Blick auf eine Person oder einen Gegenstand und lässt daneben wenig Raum für Ablenkung. Ein Querformat erzählt mehr von der Umgebung, also wo etwas stattfand und wer noch dabei war.

  • Quer fotografieren: Gruppen, Landschaften, Räume, Tischreihen und alles, was sich von einer Seite zur anderen bewegt, wie ein Läufer oder ein Festumzug.
  • Hoch fotografieren: einzelne Personen, Gebäude, Bäume, Kleidung, Torten und Pokale, also alles, was in die Höhe wächst oder für sich allein stehen soll.
  • Beides fotografieren: Bei wichtigen Momenten wie der Übergabe eines Preises kostet ein zweites Foto in der anderen Ausrichtung zwei Sekunden und erspart später das Bedauern.

Handy oder Monitor: wo das Foto angesehen wird

Ein Foto gewinnt oder verliert Fläche, je nachdem, auf welchem Bildschirm es landet. Am senkrecht gehaltenen Handy ist der Bildschirm etwa doppelt so hoch wie breit. Ein Querformat wird auf die Breite des Telefons verkleinert und belegt nur ein schmales Band in der Mitte. Ein Hochformat nutzt dieselbe Breite und zusätzlich mehr als die doppelte Höhe. Am Monitor ist es umgekehrt: Das Fenster ist breiter als hoch, und ein Hochformat muss so weit schrumpfen, bis seine Höhe hineinpasst.

Wie groß der Unterschied ausfällt, lässt sich an der großen Ansicht des Bildergalerie-Scripts genau ausrechnen. Die Galerie legt dafür Kopien von höchstens 1024 mal 1024 Pixeln an, ein Kamerafoto im Verhältnis 3:2 wird also 1024 × 682 Pixel (quer) oder 682 × 1024 Pixel (hoch) groß. Die Lightbox verkleinert diese Kopie so, dass sie vollständig ins Browserfenster passt. Sie hält dabei 10 Pixel Abstand zum Fensterrand, legt einen 12 Pixel breiten Rahmen um das Bild, lässt oben ein Zehntel der Fensterhöhe frei und unten 70 Pixel für Bildunterschrift und Bildzähler. In zwei typischen Browserfenstern ergibt das diese Größen:

BrowserfensterQuerformat 1024 × 682Hochformat 682 × 1024
Handy, 360 × 740316 × 210 Pixel316 × 474 Pixel
Monitor, 1920 × 9501024 × 682 Pixel493 × 741 Pixel

Am Handy bekommt das Hochformat gut die doppelte Fläche des Querformats. Am Monitor ist es genau andersherum: Dort erscheint das Querformat in voller Größe, das Hochformat nur mit gut der Hälfte der Fläche. Die Angaben beziehen sich auf die Pixel, mit denen der Browser die Seite aufbaut. Ein Handy mit hochauflösendem Bildschirm stellt dieselbe Fläche mit mehr Bildpunkten dar, an der Rangfolge ändert das nichts.

Ob Querformat oder Hochformat in Ihrer Galerie größer erscheint, hängt also vom Gerät ab. Öffnen Ihre Besucher die Galerie überwiegend am Handy, etwa weil Sie den Link in die Messenger-Gruppe des Vereins schicken, sind Hochformate im Vorteil. Wird sie eher am Rechner angesehen, etwa von Kunden eines Handwerksbetriebs, die Referenzen vergleichen, wirken Querformate größer. Welche Geräte überwiegen, verrät im Zweifel die Zugriffsstatistik Ihres Webhosters, denn eine eigene Besucherstatistik hat die Galerie nicht.

Seitenverhältnis: 3:2, 4:3 oder 1:1

Neben der Ausrichtung zählt das Verhältnis von langer zu kurzer Seite. Spiegelreflex- und Systemkameras mit Vollformat- oder APS-C-Sensor speichern 3:2, also zum Beispiel 6000 mal 4000 Pixel. Kameras mit Micro-Four-Thirds-Sensor und die meisten Handys liefern 4:3, etwa 4000 mal 3000 Pixel. Je gestreckter das Verhältnis, desto stärker wirkt der Unterschied zwischen quer und hoch: Ein 3:2-Hochformat ist anderthalbmal so hoch wie breit, ein 4:3-Hochformat nur um ein Drittel höher. Ein quadratisches Bild im Verhältnis 1:1 hat gar keine Ausrichtung und passt deshalb in jedes Raster ohne Lücken.

Für das spätere Zuschneiden lohnt sich ein kleiner Vorrat. Fotografieren Sie Menschen so, dass über dem Kopf und an den Seiten etwa ein Zehntel der Bildbreite frei bleibt. Mit diesem Rand machen Sie aus einem Querformat im Bildprogramm noch einen quadratischen oder sogar hochformatigen Ausschnitt, ohne Hände oder Haare abzuschneiden. Ein knapp gerahmtes Foto lässt diese Freiheit nicht mehr.

Quer und hoch in einer Kategorie mischen

Sobald Querformate und Hochformate in einer Übersicht nebeneinander stehen, entstehen unterschiedlich große Vorschaubilder. Das ist kein Fehler der Galerie, sondern die Folge davon, dass nichts abgeschnitten wird. Unruhig wird es vor allem, wenn die Ausrichtung zufällig wechselt, also quer, hoch, quer, hoch in jeder Reihe. Ruhiger wirkt eine Kategorie, wenn Fotos einer Ausrichtung zusammenbleiben, zum Beispiel erst alle Gruppenbilder quer, dann die Porträts hoch.

Wer ein ganz einheitliches Raster möchte, schneidet vor dem Hochladen alle Bilder auf dasselbe Format zu. Das kostet Bildinhalt, sieht aber aus wie aus einem Guss. Ein häufiger Fehler ist es dagegen, Hochformate einfach um 90 Grad zu drehen, damit sie quer liegen. Dann passt zwar das Raster, aber jeder Besucher muss den Kopf neigen.

Querformat oder Hochformat im Bildergalerie-Script

Das Bildergalerie-Script schneidet keine Vorschaubilder zu. Jedes Bild wird in einen Rahmen eingepasst, den Sie in der Verwaltung unter „Einstellungen“ im Abschnitt „Vorschaubilder“ mit „Breite der Vorschaubilder“ und „Höhe der Vorschaubilder“ festlegen. Der Standard ist 200 mal 200 Pixel, erlaubt sind je 20 bis 1000 Pixel. Das Seitenverhältnis bleibt erhalten, ein Hochformat wird also schmaler als der Rahmen. Krumme Werte rundet die Galerie ab. Was das für ein Kamerafoto im Verhältnis 3:2 heißt, zeigt die Tabelle.

Rahmen (Breite × Höhe)Querformat 6000 × 4000Hochformat 4000 × 6000
200 × 200 (Standard)200 × 133 Pixel133 × 200 Pixel
240 × 160240 × 160 Pixel106 × 160 Pixel
1024 × 1024 (große Ansicht)1024 × 682 Pixel682 × 1024 Pixel

Welcher Rahmen passt, hängt davon ab, ob in Ihren Kategorien Querformat oder Hochformat überwiegt. Der quadratische Standardrahmen behandelt beide gleich: Die lange Seite misst immer 200 Pixel. Stellen Sie dagegen einen breiten Rahmen wie 240 mal 160 ein, füllen Querformate ihn vollständig, während ein Hochformat auf 106 Pixel Breite schrumpft. Es bekommt dann nur 44 Prozent der Fläche eines Querformats, daneben bleibt viel Weißraum. Wer überwiegend hochkant fotografiert, wählt den Rahmen deshalb eher quadratisch oder höher als breit. Das Diagramm zeigt beide Rahmen untereinander, maßstabsgetreu verkleinert.

Animiertes Rasterdiagramm: Im Rahmen 200 mal 200 werden Querformat und Hochformat gleich groß, im Rahmen 240 mal 160 füllt das Querformat die Kachel und das Hochformat schrumpft auf 106 mal 160 Pixel mit Weißraum daneben
Der Rahmen entscheidet, wie viel Fläche ein Hochformat in der Übersicht bekommt.

In der Tabelle der Vorschaubilder steht jedes Bild waagerecht und senkrecht mittig in seiner Zelle. Eine Zeile ist so hoch wie ihr höchstes Bild, Querformate sitzen in einer gemischten Zeile also mit Abstand oben und unten. Wie viele Bilder nebeneinander stehen, legt „Vorschaubilder pro Zeile“ fest (Standard 2). Auf Bildschirmen bis 600 Pixel Breite zeigt die Galerie unabhängig davon immer zwei Spalten. Die Bilder erscheinen in der Reihenfolge, in der sie hochgeladen wurden. Wenn Sie Ausrichtungen gruppieren möchten, laden Sie sie also in der gewünschten Folge hoch.

Hochformat vom Handy liegt quer

Viele Smartphones speichern ein Hochformat als Querbild und vermerken in den EXIF-Daten nur, dass es gedreht gehört. Seit Version 3.15 liest die Galerie diese Angabe und dreht Vorschaubild und Kopie für die große Ansicht richtig herum, auch ohne die PHP-Erweiterung exif. Das Original auf dem Server bleibt unverändert. Haben Sie „Maximale Breite der großen Ansicht“ und „Maximale Höhe der großen Ansicht“ beide auf 0 gesetzt, zeigt die Lightbox das Original, und ob es dann richtig steht, entscheidet der Browser.

Fotos im HEIC-Format, wie sie iPhones oft speichern, nimmt die Galerie nicht an. Sie meldet dann, dass es sich um ein HEIC-Foto handelt, und bittet darum, es vorher als JPEG zu speichern. Ein einheitlich quadratisches Raster erhalten Sie nur, wenn Sie die Fotos vorher im Bildprogramm zuschneiden, denn eine Bildbearbeitung hat die Verwaltung nicht. Mit dem Bildergalerie-Script, das Sie kostenlos herunterladen können, sehen Sie an Ihren eigenen Aufnahmen, wie quer und hoch im Raster wirken und welcher Rahmen dazu passt.

Häufige Fragen

Drei Fragen kommen beim Einrichten einer Galerie mit gemischten Formaten immer wieder.

Wann nehme ich Querformat, wann Hochformat?

Richten Sie sich zuerst nach dem Motiv: Was nebeneinander steht, fotografieren Sie quer, was nach oben wächst oder allein im Mittelpunkt stehen soll, hoch. Lässt das Motiv beides zu, entscheidet der Ort der Betrachtung. Für eine Galerie, die vor allem am Handy angesehen wird, ist hochkant im Vorteil, am Monitor wirkt quer größer.

Welcher Rahmen passt, wenn fast alle Fotos hochkant sind?

Ein Rahmen, der höher als breit ist, etwa 150 mal 200 Pixel. Darin wird ein Hochformat im Verhältnis 3:2 genau 133 × 200 Pixel groß und füllt die Kachel fast ganz. Die wenigen Querformate werden 150 × 100 Pixel klein und bekommen gut die Hälfte der Fläche. Bei gemischten Kategorien bleibt der quadratische Standard von 200 × 200 die gerechteste Wahl.

Wie erscheinen Panoramafotos in der Übersicht?

Sehr flach, weil auch sie unbeschnitten eingepasst werden. Ein Panorama mit 6000 × 2000 Pixeln wird im Standardrahmen 200 × 66 Pixel groß, im Rahmen 240 × 160 immerhin 240 × 80 Pixel. In der großen Ansicht kommt es dafür am Monitor gut zur Geltung. Soll das Panorama schon in der Übersicht wirken, legen Sie im Bildprogramm einen Ausschnitt im Verhältnis 3:2 an und laden beide Fassungen hoch.

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Wer Ausrichtung und Format zusammen denkt, plant Galerie und Layout von Anfang an sauber.